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Kommt selten aus der Puste: Georg Haltmeier.

Seit 40 Jahren unter den besten Läufern

Haltmeier (81) rennt selbst den Jungen davon

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Seit 40 Jahren unter den besten Drei: Georg Haltmeier (81) ist nicht zu stoppen. Das ist sein Geheimrezept.

Lohhof – Georg Haltmeier ist bei der Sportlerehrung der Stadt Unterschleißheim ausgezeichnet worden – zum 40. Mal hintereinander. Während viele seiner Alterskollegen schon der Gang zum Bäcker aus der Puste bringt, sind für den 81-Jährigen vom SV Lohhof, der in Eching wohnt, selbst kilometerlange Cross- und Bergläufe ein Klacks. Im Interview gibt Haltmeier das Geheimnis seiner Fitness preis.

Herr Haltmeier, Sie sind ausgezeichnet worden, weil Sie 2017 die Oberbayerischen Crossmeisterschaft gewonnen haben und bei der Bayerischen Berglaufmeisterschaft Zweiter geworden sind...

Georg Haltmeier: Dass ich da nicht gewinnen werde, war schon von vornherein klar. Denn in meiner Altersklasse ist der Georg Groß mitgelaufen, der amtierende Cross-Weltmeister.

Aber immerhin sind sie in 1:39 Stunden für die zehn Kilometer Zweiter geworden – noch vor Peter Deuß.

Haltmeier: Der war früher mal Weltmeister. Wir drei sprechen uns immer ab, bei welchen Rennen wir an den Start gehen. Beim SV Lohhof trainiere ich ja inzwischen alleine. Früher hatten wir mal eine richtig gute Laufgruppe, aber die gibt’s leider nicht mehr.

Weil nur noch Sie geblieben sind, der im zarten Alter von 81 Jahren immer noch sportliche Höchstleistungen bringt. Was ist Ihr Geheimrezept?

Haltmeier: Ach, was soll ich da groß sagen? Ich habe immer schon gerne Sport gemacht und mich viel bewegt. Ansonsten braucht man wahrscheinlich einfach etwas Glück vom lieben Gott.

Und welche Rolle spielt die richtige Ernährung?

Haltmeier: Ich esse wenig Fleisch und trinke keinen Alkohol. Und in meinem ganzen Leben habe ich noch nie eine Zigarette geraucht.

Wie häufig trainieren Sie denn?

Haltmeier: Ich gehe jeden zweiten Tag zum Laufen, bei Wind und Wetter. Hier in Eching gibt’s eine Strecke, die an der Autobahn entlangführt, direkt neben dem Wall. Da ist es windgeschützt, und die Sonne scheint schön rein – da drehe ich meine Runden. Insgesamt komme ich so auf 50 bis 60 Kilometer die Woche, was nicht arg viel ist.

Nicht arg viel? Viele Ihrer Altersgenossen dürften im ganzen Jahr nicht so viel laufen.

Haltmeier: Früher bin ich noch viel mehr gelaufen. Ich habe nach meiner Maurerlehre und meiner Polierprüfung 30 Jahre lang bei der Autobahndirektion-Süd gearbeitet. Da saß ich jeden Morgen um 6.45 Uhr am Schreibtisch und habe den Bleistift Punkt 15.30 Uhr fallen lassen. Danach ging’s zum Training ins Stadion nach Lohhof, für das ich einen Schlüssel hatte. Damals habe ich noch täglich trainiert.

Wobei Sie erst spät zum Laufen und zur Leichtathletik gekommen sind.

Haltmeier: Angefangen habe ich mit Judo, aber da hat mein Trainer gesagt, dass ich dafür nicht geeignet bin. Also habe ich beim SC Armin mit dem Boxen begonnen – 1956 war ich sogar mal Zweiter bei den Bayerischen Meisterschaften im Halbweltergewicht. Als ich danach auf der Suche nach einer neuen Sportart war, habe ich mir beim SV Lohhof in meinem Heimatort die verschiedenen Abteilungen angeschaut und bin schließlich bei der Leichtathletik gelandet.

Und seither sind Sie so ziemlich alles gelaufen: von 100 Metern bis zum Marathon, bei zig Bayerischen und Deutschen Meisterschaften. Hatten Sie nie Probleme mit Verletzungen?

Haltmeier: Nein, da bin ich Gott sei Dank verschont geblieben. Ach doch: Einmal hatte ich einen Muskelfaserriss. Aber das ist schon so lange her, dass ich mich fast nicht mehr daran erinnere.

Sind’s vielleicht doch die Gene, deretwegen Sie noch so fit sind?

Haltmeier: Das kann ich nicht sagen. Aber mein Urgroßvater ist 101 Jahre alt geworden.

Also ist damit zu rechnen, dass Sie noch bei einigen Sportlerehrungen auftauchen werden?

Haltmeier: Das hoffe ich! Man muss ja, um geehrt zu werden, mindestens unter die besten Drei bei einer oberbayerischen oder bayerischen Meisterschaft kommen. Ich habe das jetzt 40 Mal geschafft – ununterbrochen. Und zumindest nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein, denn bei der Oberbayerischen Crossmeisterschaft in Bad Aibling bin ich Erster geworden.

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