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Lasst Euch umarmen, Fans: Frontmann Tobias Sasse ist mit seiner Band „Heldenfrühstück“ längst eine lokale Größe in Unterschleißheim. Und die Fans sind textsicher.

Heimatabend der ganz anderen Art

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Unterschleißheim - Wohl dem, der in seiner Heimat eine so lebendige Kulturszene hat: Musik von Unterschleißheimern für Unterschleißheimer war einer der Höhepunkte des Kulturfestivals im Valentinspark.

 „Phondue“, „Heldenfrühstück“ und „Ruhestö(h)rung“ spielten drei Stunden lang ein abwechslungsreiches Konzert, das die Menschen begeisterte. Etwas ruhiger war der Auftakt der Coverband „Phondue“, deren Wurzeln in der Therese-Giehse-Realschule liegen. 

Mit den Abschiedskonzerten des Trios Michael Kavelar, Benjamin Koch und Roland Stöhr vor der Schließung der Schule hatte „Phondue“ Kultstatus erreicht. Deshalb war klar, dass schon bei der ersten Band kaum noch ein Platz im großen Zelt auf dem Festival-Gelände frei war. Das Konzert bekam fast schon kabarettistische Züge, als „Der Mann ohne Gedächtnis“ von „Ganz Schön Feist“ besungen wurde: „Mein Leben ist so spannend wie ein Tisch aus Holz. Ich habe mein Gedächtnis verloren und hoffe, dass es nicht wieder kommt.“ 

Mit „Heldenfrühstück“ wurde dann das Zelt, in dem mehr als 300 Musikfreunde zusammengekommen waren, vom ersten Takt an zur Partyzone: Die Tanzfläche füllte sich und die Fans gingen begeistert mit. Frontmann Tobias Sasse und seine Band können bei Auftritten in Unterschleißheim längst auf die Textsicherheit ihrer Stammgäste bauen. Sensationell war der fließende Übergang zwischen den drei Bands ohne eine Sekunde Musikpause. Deshalb baute sich die Stimmung immer weiter auf. Mit Frontmann Michael Kavelar und Roland Stöhr, dem das h im Bandnamen gewidmet ist, spielten bei „Ruhestö(h)rung“ dann auch zwei Drittel „Phondue“. Mit dem dreiköpfigen Bläserensemble pflegte die Coverband noch einmal einen ganz anderen Stil. 

So war bei dem Heimatabend für jeden Geschmack etwas dabei. Mit „Phondue“, „Heldenfrühstück“ und „Ruhestö(h)rung“ spielten auf dem Festival drei Bands, die sich immer wieder in städtische Veranstaltungen einbringen, etwa beim Stadtfest oder bei Festivals im Jugendzentrum „Gleis 1“. Größtes Projekt der örtlichen Szene ist das Lichtblicke-Benefizkonzert am 21. und 22. Oktober, bei dem „Ruhestö(h)rung“ seit dem Jahr 2011 zur Stammformation gehört. Die Idee für einen Heimatabend mit Gruppen aus der Unterschleißheimer Kulturszene hatte vor zwei Jahren „Ruhestö(h)rung“. Bandmitglied Martin Richmann betont, dass dieser Heimatabend beim alle zwei Jahre stattfindenden Festival im Valentinspark zu einer festen Einrichtung werden soll. Die Bandszene der Stadt bietet genug für ein wechselndes Bandprogramm.

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