Salmonellen-Alarm bei Aldi und Rewe - Diese Produkte werden zurückgerufen

Salmonellen-Alarm bei Aldi und Rewe - Diese Produkte werden zurückgerufen
+
Vier neue Baugebiete entstehen: Am neuen Business-Campus, auf den ehemaligen EADS-Parkplätzen (1), am Furtweg/ Ecke Landshuter Straße (2), auf dem nördlichen Teil des „Erdbeerfelds“ (3) und südlich der Kiebitzstraße (4). 

Unterschleißheim wÄchst

Hier ist Platz für neue Wohnungen

  • schließen

Es tut sich was in Sachen Wohnbau in der Stadt Unterschleißheim. Vier neue Baugebiete sollen ausgewiesen werden: an der Landshuter Allee, an der Münchner Straße, am Furtweg und an der Kiebitzstraße.

Unterschleißheim– Noch kann man an der Münchner Straße im Sommer Erdbeeren pflücken. Demnächst könnte hier ein Wohngebiet entstehen: Auf dem nördlichen Teil des „Erdbeerfelds“ soll ein Neubaugebiet ausgewiesen werden. Das hat der Bauausschuss dem Stadtrat für die Neuauflage des Flächennutzungsplans empfohlen. Das „Erdbeerfeld“ sei „eine der am besten erschlossenen Flächen, zentrumsnah und für die Bebauung prädestiniert“, sagte Bürgermeister Christoph Böck (SPD). Falls der Grundeigentümer nicht zum Verkauf bereit sei, gebe es weitere Flächen, „um einen gewissen Einwohnerzuwachs zu ermöglichen“.

Zwei dieser Areale liegen in S-Bahn-Nähe: An der Landshuter Straße soll auf den ehemaligen EADS-Parkplätzen nördlich der Alfred-Nobel-Straße ein 3,6 Hektar großes Wohngebiet für rund 778 Einwohner entwickelt werden. Die Stadtplaner sehen hier den richtigen Standort für Mehrfamilienhäuser. Weitere drei Hektar werden am Furtweg zum Baugebiet umgewidmet. Hier könnten Mehrfamilienhäuser auf 1,4 Hektar und Einfamilienhäuser auf 1,6 Hektar realisiert werden, womit Wohnraum für insgesamt etwa 530 Einwohner entstehen würde.

Eine sehr kleine – nicht einmal einen Hektar große zusätzliche Wohnfläche – wird zudem an der südlichen Kiebitzstraße realisiert.

Die Bauland-Entwicklung wird in der größten Kommune des Landkreises mit rund 30 000 Einwohnern sehr interessiert verfolgt, auch zur Sitzung des Bauausschusses kamen rund 40 Zuhörer. Wegen des Andrangs wurde die Versammlung in den Festsaal des Bürgerhauses verlegt. Stadtplanerin Bettina Gerlach vom Büro Dragomir erläuterte den Entwurf. Bürgermeister Böck nannte die geplante Neuauflage des Flächennutzungsplans „einen vernünftigen Vorschlag“, er ermögliche eine Weiterentwicklung der Stadt „in gemäßigter Form“ mit „Wohnbauflächen für künftige Generationen“.

Um das „Erdbeerfeld“ entstand jedoch noch eine Diskussion. „Das Erdbeerfeld sollte nicht komplett ein Wohngebiet werden“, forderte Theo Pregler (CSU): „Wir hatten ein überproportionales Wachstum in den letzten Jahren.“ Er beantragte eine Reduzierung der 5,5 Hektar auf zwei Fünftel, was dem Gebiet von der Münchner Straße bis auf die Höhe der St.-Rochusstraße entspricht. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen von CSU, Grüne und ÖDP mit 7:6 beschlossen.

Der von den Planern prognostizierte Einwohnerzuwachs für die Stadt bis zum Jahr 2030 verringert sich somit von 2363 auf etwa 2000 neue Einwohner, wobei es sich nur um eine vage Schätzung der Stadtplaner handelt. Ein Grünzug wird als Verbindung zwischen Valentinspark und Berglwald eingeplant, stellte Bürgermeister Böck klar. Katharina Bednarek (SPD) erklärte, man habe sich für ein „gemäßigtes Wachstum“ entschieden, aufgrund der damit verbundenen sozialen Infrastruktur, wie Kindergärten und Schulen, die die Stadt bereitstellen muss: „Wir sind am Rande der Kapazität.“ Man wisse um den Siedlungsdruck, „aber wir können nicht die Probleme der Region lösen. Es gibt andere Landkreiskommunen, die da gefordert wären, mehr zu tun.“ Jürgen Radtke (Grüne) erklärte: „Ich bin froh, dass es an einigen Stellen gelungen ist, Gewerbegebiet in Wohnbebauung umzuwidmen“.

Ein Steuerkreis des Stadtrats hatte in neun Sitzungen alle potenziellen Bauflächen diskutiert. Das „Gebiet Südlich Klosterfeld“, das die CSU im März 2015 vorgeschlagen hatte, wurde jetzt einstimmig fallen gelassen. Neue Gewerbeflächen werden im Flächennutzungsplan nicht entstehen. „Es sind noch ausreichend Potenziale in den Gewerbegebieten vorhanden“, sagte Böck.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feuerwehren bergen nach Unfall acht Tonnen Ladung
Auf der A99 bei Feldmoching ist in der Nacht zum Mittwoch ein Sattelzug umgekippt und hat seine Ladung auf der Fahrbahn verteilt. Die Feuerwehren hatten ordentlich zu …
Feuerwehren bergen nach Unfall acht Tonnen Ladung
Freunde Grünwald laden zum Frühjahrskonzert
Die Vereinigung der Freunde Grünwald lädt zum Frühjahrskonzert ein. Jugendblaskapelle und Blasorchester spielen einen abwechslungsreichen Mix.
Freunde Grünwald laden zum Frühjahrskonzert
Hochbrück: Offene Ganztagsschule startet im Herbst
Hochbrück bekommt eine offene Ganztagsschule - die Stadt Garching lässt sich das einiges kosten. Standort ist das ehemalige Sparkassengebäude.
Hochbrück: Offene Ganztagsschule startet im Herbst
Trauer um das Schlösschen von Unterhaar
Die Bäume von Efeu überwuchert, vom Haus blättert der Putz. Das „Schlösschen von Unterhaar“ an der Zunftstraße liegt im Dornröschenschlaf. Aus dem es die Abrissbirne …
Trauer um das Schlösschen von Unterhaar

Kommentare