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Andacht in St. Korbinian Lohhof.

Trachtlerfest

80 Jahre Heimat- und Trachtenverein Würmbachtaler Lohhof

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Unterschleißheim – Die Würmbachtaler haben zwar 80 Jahre Tradition, aber sie sind darin nicht erstarrt, sondern flexibel und finden immer eine Lösung. Angesichts des Dauerregens hatte der Vorstand des „Heimat- und Trachtenverein Würmbachtaler Lohhof“ spontan umdisponiert für die 80-Jahr-Feier.

Gedenkfeier und das Segnen der Fahnen verlegten sie ins trockene Kirchenschiff von St. Korbinian. Der Marsch zum Mahnmal im Lohwald fiel aus. Damit die Menschen und ihre Trachten hernach trockenen Fußes ins Bürgerhaus gelangten, hatte Vorsitzender Dietmar Stilcke für Shuttle-Busse gesorgt. Nicht nur wegen dieses Improvisationstalents sagt Bürgermeister Christoph Böck: „Die Würmbachtaler, das ist ein ganz besonderer Verein.“ Flexibel auf Widrigkeiten zu reagieren, das mag Böck sich insgeheim auch für manch politischen Entscheidungsprozess gewünscht haben, und womöglich wird er die Spontaneität des Lohhofer Vereins ja demnächst im Stadtrat preisen.

Gedenken an die Verstorbenen

An den Würmbachtalern jedenfalls schätzt Böck, dass der Verein den in Titel und Satzung festgeschriebenen Zweck der Traditionspflege ernst nimmt. „Da wird nicht nur ans Feiern gedacht. Der kirchliche Segen und das Gedenken an die Verstorbenen wird nicht vergessen“, sagte Böck, bevor er neben dem Altar einen Kranz niederlegte. 

Ehrenmal im Lohwald

Nicht jeder Verein bringt es auf 80 Jahre. Der Zweite Weltkrieg und das anschließende Versammlungsverbot während der Besatzungszeit wurde vielfach zur Zäsur. Würde man den Vorsitzenden fragen, welches Datum ihm – mal abgesehen vom 80. Jubiläum – besonders wichtig erschiene: Wie aus der Pistole geschossen würde Dietmar Stilcke auf das Jahr 1961, das 25. Jubiläum und die Einweihung des Ehrenmals im Lohwald verweisen.

Musikwart Wolfgang Schönigen erzählte am Abend beim Fest im Bürgersaal von der Geschichte des Lohhofer Vereins. Vorher in der Kirche war es Stilcke wichtig, zwei Generationen von Würmbachtalern zu danken, die das Ehrenmal seitdem „hegen und pflegen“.

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