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Nach Bericht der Regierung über Missstände

„Kinder sind glücklich“: Elternbeirat verteidigt Montessori-Schule

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Die Regierung hat Missstände in der Montessori-Schule in Unterschleißheim bemängelt. Nun verteidigt der Elternbeirat die Einrichtung. Die Schulleitung hat Anzeige erstattet.

Unterschleißheim – Eltern von Schülern der Clara-Grunwald-Montessori-Schule in Unterschleißheim stellen sich hinter die Einrichtung. Nachdem bekannt wurde, dass die Regierung von Oberbayern „verschiedene Missstände“ an der Schule festgestellt hatte, hat der Elternbeirat einen offenen Brief verfasst.

Darin heißt es: Es sei „völlig richtig und wird von niemanden bestritten“, dass die Schule schwierige Zeiten hinter sich habe. „Seit Juli 2016 kommen die Probleme endlich offen auf den Tisch.“ Nachdem die komplette Vorstands- und Führungsriege ausgetauscht worden sei, werde konsequent um Verbesserung gekämpft. Vieles sei schon vorangebracht. Dass es aufwärts gehe, lasse sich an den Abschlussergebnissen ablesen.

Elternbeirat: Unsere Kinder gehen gerne in ihre Schule

Laut dem Elternbeirat haben im vergangenen Jahr alle Schüler, die zu den staatlichen Quali- und M-Zweig-Prüfungen antraten, mit gut oder sehr gut abgeschlossen. Die Mitglieder schreiben in dem offenen Brief, „dass unsere Söhne und Töchter gerne, rundum glücklich und letztlich erfolgreich in ihre Schule gehen“.

Das Gremium nimmt die Verantwortlichen der Schule in Schutz. Die Schülerzahlen wüchsen, heißt es in dem offenen Brief. Das bedeute einen steigenden Bedarf an Lehrern und Unterrichtsräumen. „Engpässe sind nicht zu vermeiden; Improvisationstalent tut not – das ist nicht nur an unserer Schule so.“ Der Vorstand des Trägervereins, die Schulleitung und Eltern – „wir alle arbeiten hart an der Verbesserung der Strukturen“. Das Konzept sei, dass je ein Pädagoge und eine Lehrkraft etwa 20 Kinder in einer jahrgangsgemischten Klasse betreuen. Dieses „Erfolgsrezept“ gelinge. Davon hätten sich Eltern in Hospitanzen überzeugt.

Schulleiterin erstattet Anzeige

Nachdem eine Gutachterin der Regierung die Montessori-Schule Mitte Januar besucht hatte, berichtete sie in einem internen Schreiben von Missständen. Etwa würden pädagogische Hilfskräfte „beträchtliche Anteile des Unterrichts“ halten. Diese seien dazu aber keinesfalls berechtigt. Außerdem gebe es Defizite in allen Jahrgangsstufen, was die Pflichtstunden betreffe. In der siebten Jahrgangsstufe würde die Schule die Fächer Physik, Chemie und Wirtschaft überhaupt nicht anbieten, heißt es in dem internen Papier, über das der Münchner Merkur berichtet hatte.

Nun schreibt der Beirat, die Eltern würden die „eigentlich streng vertrauliche Mängelliste“ als Hilfestellung für Vorstand und Schulleitung verstehen, was umzusetzen sei.

Ein Vater ehemaliger Schüler hatte die Regierung als Aufsichtsbehörde auf die Missstände in der Schule aufmerksam gemacht und sich anschließend anonym an unsere Zeitung gewandt. Die Schulleitung hat jetzt Anzeige erstattet. Charlotte Hirth, die im Vorstand des Trägervereins sitzt, begründet das so: „Wir möchten geklärt haben, auf welchem Weg ein streng vertrauliches Schreiben der Regierung in dritte Hände gelangen konnte.“

rat

Rubriklistenbild: © Gerald Foertsch

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