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Vorsicht, Baustelle: Die Kinder – links Valerie – bauen Kanäle. Unterstützt von (v.l.) Erica Siafakas, Angelika Möller-Dietsch, Katrin Wendlinger und Nadine Kandler.

Ferienaktion

Kinder spielen mit den Elementen

Unterschleißheim – Die Hände sind matschig und die Schuhe nass, doch wer einen vernünftigen Staudamm bauen will, muss die Ärmel hochkrempeln. Die Kinder im „Wasserspiel-Sandkasten“ haben sichtlich ihren Spaß. 

Mit halben Plastikrohren legen sie Känale und bauen Stück für Stück ihren eigenen, kleinen Wasserpark. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft haben Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren beim Unterschleißheimer Spielmobil auf der Grünfläche am südlichen Ende der Hauptstraße erkundet.

An andere Stelle waren eifrige Kinderhände mit Lehmkneten beschäftigt. Mit diesem entstand nach und nach ein selbst gebauter Lehmofen. Brot und Pizza wurden darin gebacken. Nur einige von vielen Aktivitäten. Wer lieber nur spielen möchte, wurde unter den zahllosen Spielsachen vor Ort fündig.

Gut fürs Selbstvertrauen

Alle Angebote basierten auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. „Den Kindern werden keine Vorgaben gemacht, sie sollen für sich entscheiden“, sagt Angelika Möller-Dietsch (57). Seit fast zehn Jahren ist die gelernte Kulturpädagogin bereits mit dem Spielmobil unterwegs. Zusammen mit Erzieherin Stefanie Gerhardus (49) ist sie dafür von der Stadt Unterschleißheim fest angestellt. Bei größeren Aktionen wie dem Ferienprogramm, werden sie zusätzlich von Honorarkräften unterstützt.

„Wir stehen den Kindern nur zur Seite und passen auf, dass nichts passiert“, betont Möller-Dietsch. Es gehe viel mehr um den Weg als um das Ziel. Auch wenn dieser vielleicht nicht der Beste sei. Deshalb dürfen auch die Eltern nicht bleiben. Nur so könnten die Kinder wirklich für sich entscheiden. Ohne Vorgaben und ohne Wertung. Das stärke das Selbstbewusstsein. 

Viele kommen regelmäßig

Viele der Kinder kommen regelmäßig. So wie Valerie, zehn Jahre alt und seit drei Jahren immer wieder gern dabei. „Hier ist es immer sehr, sehr lustig“, erzählt sie strahlend, „und am meisten Spaß macht mir das Töpfern und das Arbeiten mit Gips.“ Im nächsten Jahr ist sie vielleicht wieder dabei. 

André Morbach

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