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Stefan Krimmer (CSU) will Bürgermeister von Unterschleißheim werden.

Auch der Amtsinhaber tritt wieder an

Bürgermeister-Wahlkampf in Unterschleißheim: Krimmer nominiert Krimmer

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Mit großem Selbstbewusstsein bringt sich der CSU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Unterschleißheim in Stellung. Er ist aber nicht der Einzige.

Update: Stefan Krimmer wurde zum Kandidaten der CSU Unterschleißheim nominiert. 

Unterschleißheim– Amtsinhaber Christoph Böck (SPD) tritt bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 erneut an. Das hat das Unterschleißheimer Stadtoberhaupt beim Neujahrsempfang offiziell angekündigt. Hinter den Kulissen bringen sich auch die anderen Parteien und Gruppierungen im Stadtrat so langsam in Stellung.

Christoph Böck (SPD) will Bürgermeister von Unterschleißheim bleiben.

Bei der CSU deutet alles auf Stefan Krimmer – laut Stefan Krimmer: „Die Junge Union besteht auf Stefan Krimmer als Bürgermeisterkandidat“, sagt er zum Beispiel. Oder: „Alle Zeichen stehen auf Krimmer.“ Der Kommunikationsberater vereint viele CSU-Ämter auf sich: Er ist Zweiter Bürgermeister, Stadtrat, Vorsitzender des Ortsverbands und Geschäftsführer des Kreisverbands.

„Ich werde den Unterschleißheimern ein Angebot machen“

„Ich werde den Unterschleißheimern ein Angebot machen und würde mich über Zuspruch freuen“, kündigt er gut ein Jahr vor der Kommunalwahl an. Mit der offiziellen Nominierung will sich die CSU noch ein paar Monate Zeit lassen. „Zunächst steht die Europawahl an, darauf fokussieren wir uns jetzt“, sagt Krimmer. Klar ist aber schon jetzt, dass der 40-Jährige im Wahlkampf eine Hauptrolle übernimmt: „Natürlich ist es schwierig, gegen einen Amtsinhaber anzutreten“, sagt er, „trotzdem gehe ich davon aus, dass jeder, der antritt, überzeugt ist, dass er die Herausforderung erfolgreich meistert.“ Für seine Kandidatur würden auch die Fraktion, die örtliche Frauen-Union und Teile des Ortsverbands plädieren

Der Kommunikationsberater bezeichnet sich selbst als „Bürgerdienstleister“ und betreibt unter www.buergerdienstleister.de eine Homepage. Den Anspruch, sich zu kümmern, nimmt Krimmer, der seit seiner Jugend im VdK aktiv ist, ernst. Als vor knapp einem Jahr bei den Bauarbeiten am Unterschleißheimer S-Bahnhof eine Hauptwasserleitung beschädigt wurde und es zu schweren Überschwemmungen kam, war Krimmer an der Seite der Einsatzkräfte unterstützend zur Stelle. Um die Einkaufssituation am Rathausplatz zu verbessern, suchte er Lösungen. Zuletzt sondierte er gemeinsam mit Martin Reichart (Freie Bürger) für den Umbau des Bürgerhaus-Foyers die günstigere Sanierungsvariante, die der Stadtrat dann einstimmig einschlug.

Nicht nur mit Anträgen an den Stadtrat, sondern auch online profiliert sich der umtriebige Zweite Bürgermeister: Sowohl Krimmer als auch Böck sind auf Facebook sehr aktiv und tauchen häufig in der Gruppe „Unterschleißheim 85716“ mit Beiträgen auf.

Die Grünen sind eine Kraft, mit der nach der erfolgreichen Landtagswahl zu rechnen ist: Manuel Güntner, Lissy Meyer, Jürgen Radtke, Rebecca Riedelbauch, Bernhard Schüßler, Catrin Lipcan, Kathrin Ungar und Brigitte Huber.

Die Grünen werden ihre akutelle Umfragestärke nutzen und erneut einen Bewerber nominieren, vielmehr eine Bewerberin: Zwei Frauen wollen ein Gegengewicht zu den beiden Platzhirschen anbieten und würden über eine Kandidatur nachdenken, teilt Markus Wutzke, Sprecher der Unterschleißheimer Grünen, mit. Doch welche der beiden antritt, ist noch nicht entschieden. Schließlich müssen sie die zusätzliche Belastung im Wahlkampf mit ihrer Arbeitsstelle in Einklang bringen, so Wutzke: „Ich denke, dass es einige Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich eine Alternative wünschen.“

Auch die Freien Bürger werden ihre guten Ergebnisse bei der Landtagswahl als Aufforderung sehen und sich vermutlich ebenfalls mit einem Kandidaten oder einer Kandidatin aus der Deckung zu wagen.

Für Christoph Böck wird unterdessen seine erste Amtszeit auch zur längsten: Seit dem Tod von Hans Bayer 1989 im Amt wurde der Bürgermeister außerturnusmäßig gewählt. Nun schert Unterschleißheim nach 30 Jahren wieder in den Sechs-Jahres-Zyklus der Stadtrats- und Kreistagswahlen ein, eine Gesetzesänderung macht eine Anpassung möglich. Bürgermeister Böck verlängert so seine erste Amtszeit auf sieben Jahre. 

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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