1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Unterschleißheim

Erst Osterlauf, dann Wiederwahl: Bürgermeister Böck kandidiert erneut

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Ein Herz für Unterschleißheim: Amtsinhaber Christoph Böck kandidiert nach 2014 ein zweites Mal für den Posten als Bürgermeister. Vize-Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche übernahm die Wahlleitung bei der Nominierung. © GERALD FÖRTSCH

Der Amtsinhaber geht erneut ins Rennen: Christoph Böck (SPD) kandidiert erneut als Bürgermeister in Unterschleißheim. Sein Fokus liegt zunächst aber auf einem anderen Ereignis.

Unterschleißheim – Knapp zwei Wochen, nachdem die CSU Unterschleißheim Stefan Krimmer als Herausforderer von Bürgermeister Christoph Böck nominiert hat, hat nun auch der Amtsinhaber ganz offiziell seinen Hut in den Ring geworfen: Am Mittwochabend nominierte der SPD-Ortverband den 52-jährigen Böck für die Bürgermeisterwahl am 15.März 2020.

Bereits beim Neujahrsempfang der Stadt hatte der Bürgermeister angekündigt, dass er „den schönsten Job in der Stadt – meistens“ gerne für weitere sechs Jahre ausüben würde, insofern war die offizielle Nominierung jetzt nicht die ganz große Neuigkeit. Überraschend war aber doch, wie viele Nicht-Parteimitglieder sich zu Böcks Vorstellung im Bürgerhaus eingefunden hatten – über die Hälfte der gut 80 Anwesenden durften ihn gar nicht wählen. Von den 36 stimmberechtigten Parteimitgliedern bekam der Bürgermeister aber 100-prozentige Unterstützung, wie die stellvertretende Landrätin und Wahlleiterin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) freudestrahlend bekannt geben und damit die stehenden Ovationen in Gang setzen durfte.

Böck: „Ich habe eine Ziel, auf das ich mich wahnsinnig konzentriere...“

Vor der Wahl hatte Böck sich und seine Ziele für die mögliche nächste Amtszeit kurz selbst vorgestellt – durchaus überraschend: „Ich habe ein Ziel, auf das ich mich wahnsinnig konzentriere und bei dem ich auf Ihre Unterstützung hoffe – den Osterlauf am Samstag, bei dem ich zum ersten Mal teilnehme!“ Nach dem launigen Einstieg ging’s dann schlagwortartig, durch Böcks Ziele für Unterschleißheim: Die Stadt solle weiterhin eine „soziale und menschliche Stadt“ bleiben. Auch Bürgernähe, „die Beteiligung der Menschen“ hob Böck hervor und sprach sich dafür aus, „dass Unterschleißheim ökologischer wird“.

Konkreter wurde er kaum, und wer gar erste Seitenhiebe Richtung Herausforderer erwartet hatte, wurde enttäuscht. Vielmehr beteuerte der Amtsinhaber, dass er keinen Wahlkampf „gegen jemanden führen“ wolle: „Das ist nicht mein Stil!“ Sehr wohl aber gab Böck zu, dass er sich zuletzt in Unterschleißheim um den politischen Stil gesorgt habe – und damit war der unsichtbare Elefant im Raum doch angesprochen.

Lesen Sie auch: BMW gibt Schleißheim einen Korb

Schon der neue SPD-Ortsvorsitzende Jakob Wilxmann hatte das öffentliche Kommentieren der BMW-Ansiedlungspläne durch die CSU angesprochen, ohne den aus SPD-Sicht massiven Vertrauensbruch beim Namen zu nennen, und für Unterstützung für einen „seriösen, vertrauenswürdigen Partner im Rathaus, einen echten Profi“ geworben.

Welche SPD-Mannschaft hinter Böck um den Einzug in den Unterschleißheimer Stadtrat kämpfen wird, will die SPD laut Wilxmann im Herbst festlegen: „Wir wollen nicht nur über Personen reden, sondern uns um unsere Themen kümmern.“ Klar ist für Böck aber, „dass das diesmal ein anderer Wahlkampf wird als der erste. Wir wollen einen direkteren Weg zum Bürger nehmen.“ Wie das genau aussehen soll, wird sich in den nächsten elf Monaten zeigen.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

Auch interessant

Kommentare