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„Wir haben einen Haufen Probleme“ , sagt Martin Reichart (Mitte 3.v.r.). Er will sie als Bürgermeister „entscheidungsfreudig angehen“ und lösen.

Wohnungen bauen

Aller guten Dinge sind drei: Martin Reichart (FB) kandidiert 

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Martin Reichart tritt als Bürgermeisterkandidat der Freien Bürgerschaft Unterschleißheim an: Er ist der dritte Herausforderer von Christoph Böck und präsentiert stolz seine Mannschaft für den Stadtrat.

Unterschleißheim– Inzwischen sind es drei Herausforderer, die sich neben Amtsinhaber Christoph Böck (SPD) für das Bürgermeisteramt bewerben. Nach Stefan Krimmer (CSU) und Tino Schlagintweit (Grüne) wirft jetzt auch Martin Reichart für die Freie Bürgerschaft Unterschleißheim seinen Hut in den Ring. Einstimmig wurde der 61-Jährige bei der Aufstellungsversammlung im Alten Wirt nominiert. Er verbinde „lösungsorientierten, pragmatisch und zielgerichtet wirtschaftlichen Sachverstand und soziale Kompetenz“, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Probleme entscheidungsfreudig angehen“

Der freiberufliche Architekt und Stadtplaner ist seit 16 Jahren Mitglied im Stadtrat und Bau- und Liegenschaftsreferent der Freien Bürgerschaft. Er sorgt gerne für deutliche Worte und ist bekannt für klare Positionen. „In den vergangenen Jahren ist in Unterschleißheim nicht viel entwickelt worden, es geht zu langsam voran,“ stellt Reichart fest. Daher hält er seine erneute Kandidatur – es ist seine dritte – für notwendig: „Wir haben einen Haufen Probleme, die wir uns selber geschaffen haben und müssen sie entscheidungsfreudig angehen.“

„Wir brauchen neue Wohnungen“

Hier nennt er an erster Stelle den Verkehr und das Ungleichgewicht zwischen Arbeitsplätzen und Wohnungen. „Wir brauchen 3500 neue Wohnungen“, sagt der 61-Jährige mit Blick auf Business Campus und Korypheum. „Wir können nicht ständig neue Arbeitsplätze schaffen, ohne der daraus resultierenden Wohnungslast nachzukommen.“ Man müsse Wohnungen bauen, um die Zahl der Pendler in den Griff zu bekommen und um die ungebremste Kostensteigerung bei den Mieten und Immobilien einzudämmen.

Martin Reichart plädiert daher für ein urbanes Unterschleißheim und hält – im Gegensatz zu CSU und Grüne – eine wesentlich dichtere und höhere Bebauung in der Stadtmitte für notwendig. Es sei unumgänglich, für die neue Stadtmitte das Baurecht erheblich zu erhöhen. Die Bürger wünschten einen Neuanfang für die Nahversorgung, da seien sich wohl alle einig, „dann muss man dafür auch die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen“.

Auf der Liste kandidieren 13 Frauen und 17 Männer aus allen Altersgruppen und mit vielfältigen beruflichen Qualifikationen. „Frei von ideologischen Bindungen stehen wir für eine Kommunalpolitik der Kooperation über Parteigrenzen hinweg“, heißt es in einer Pressemitteilung. Aktuell haben die Freien Bürger zwei Sitze im Stadtrat. Auf den ersten beiden Plätzen kandidieren die amtierenden Stadträte Martin Reichart und Heidi Kurz.  

Die Bürgermeisterkandidaten aller Gemeinden aus dem Landkreis München, haben wir für Sie in unserem Überblicksartikel zu den Kommunalwahlen 2020 aufgelistet. Zudem können Sie sich in unserem Artikel zu den Landratswahlen über die dort antretenden Kandidaten informieren. Alle weiteren Hintergrundberichte finden sie auch auf unserer Themenseite zu den Kommunalwahlen 2020 im Landkreis München.

Die Kandidaten

1. Martin Reichart, 2. Heidi Kurz, 3. Carolin Stucke, 4. Uwe Merckens, 5. Caroline Schwarz, 6. Rolf Arnold, 7. Veronika Kurz, 8. Roland Schreitter, 9. Christine Rech, 10. Petra Stubenrauch, 11. Antonia Dossenbach, 12. Prof. Dr. Bernhard Kurz, 13. Andreas Schmitz, 14, Tuija Ikonen, 15. Simon Gasteiger, 16. Christian Striegl, 17. Klaus Bliefert, 18. Ruth Scherr, 19. Kerstin Striegl, 20. Andreas Härtl, 21. Hannelore Kiehn, 22. Michael Kurz, 23. Dr. Peter Schick, 24. Michael Schwarz, 25. Josefine Hoth, 26. Marion Stefani, 27. Wolfgang Kurz, 28. Bernhard Platte, 29. Jacques Kahlert, 30. Richard Salzmann.

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