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Freude im Familiengottesdienst: Die Konfirmanden mit den beiden Pfarrern Patricia Hermann und Christian Wendebough und Elke Schäl von „Ärzte ohne Grenzen“, Kirchenpfleger Andreas Mann (Mitte) und Norbert Elter.

Konfirmanden überraschen mit einer Spende

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Unterschleißheim - Beim Sommerfest der evangelischen Genezarethkirche überraschten die Konfirmanden mit einer Spende. Der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ übergaben sie einen Scheck über gut 2400 Euro.

Wie Kirchenpfleger Andreas Mann während des Familiengottesdienst stolz mitteilte, hatten die Konfirmanden das Geld unter anderem während der Gottesdienste gesammelt. Ein Gutteil des Betrags allerdings stammt aus den Sparstrümpfen der Jugendlichen: Geld, das ihnen Verwandte zur Konfirmation zusteckten. Insgesamt kamen auf diese Weise 2467,42 Euro für „Ärzte ohne Grenzen“ zusammen. Ein Betrag in selber Höhe fließt in die Kasse der Genezareth-Gemeinde.

Von vornherein sei ausgemacht worden, das gesammelte Geld zu gleichen Teilen „Ärzte ohne Grenzen“ und der Gemeinde zukommen zu lassen, sagt Mann. Für das Geld bedankte sich Elke Schäl, Geburtshelferin aus dem Landkreis Dachau. Sie hielt sich für neun Monate in Pakistan auf. Den Gottesdienstbesuchern erzählte die Repräsentantin von „Ärzte ohne Grenzen“, dass sich derzeit 300 Mitglieder der Hilfsorganisation weltweit in 48 Projekten engagieren.

Zweite Chance“ lautete das Motto des Familiengottesdienstes. Gemeindemitglieder hatten Szenen zum Thema eingeübt, die sie in der Kirche aufführten: Eine Tochter gesteht der Mutter nach langem Zögern, Porzellan zerdeppert zu haben. Die Mutter nimmt sie in den Arm, lädt sie ein, mit ihr das verbliebene Geschirr vom Mittagsmahl abzutrocknen. In der zweiten Szene lässt sich der auferstandene Jesus mit seinen Jüngern am See Genezareth ein Frühstück schmecken, verzeiht Paulus, der ihn kürzlich drei Mal verleugnet hatte und rückt ihm den Kopf zurecht.

Situationen, die Pfarrer Christian Wendebourg als „nachdrücklich“ und „tiefsinnig“ empfindet. Seit 1. Juni Pfarrer in Unterschleißheim, hatte Wendebourg zuvor eine Universität im Kongo geleitet. „Zweite Chancen sind lebensnotwendig“, rief er der Gemeinde zu: Das Geburtstagsgeschenk etwa, das nicht erwartet wurde. Der Verkehrsunfall, dem man um Haaresbreite entging.

Die plötzliche Zusage zum Studienplatz. „Eine Tür öffnet sich. Die zweite Chance ist da.“

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