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Immer im Dienst für andere sind die Mitglieder des Lions Club Schleißheim. Hier der aktuelle Präsident Robert Kafka (Zweiter v.r.) mit den Gründungsmitgliedern (v.l.) Eckhard Kirchner, Karl Platzeder, Walter Flemmer, Josef Bauer, Gerhard Kratzer, Klaus Demuth, Jörg-Michael Scholz (Gründungspräsidium) und Erich Kaiser.

Lions Unterschleißheim feiern 25-jähriges Bestehen

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Unterschleißheim - Zu seinem 25-jährigen Bestehen hat der Lions Club Schleißheim ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt. „Glück“ hieß das Motto der Veranstaltung. „We serve“, „wir dienen“ lautet der Slogan der Lions.

Ein Pfarrer, der Millionenseller, TV-Moderator und Karikaturist in Personalunion ist, stand im Mittelpunkt der Show im Bürgerhaus Unterschließheim, flankiert von einem aufstrebenden jungen Musiker an den Percussions und der Band „Heldenfrühstück“. Durchs Programm führte Lions-Gründungsmitglied Volker Carqueville, erster Direktor des Carl-Orff-Gymnasiums, womit ein zentraler Aspekt der sozialen Tätigkeit des Clubs erfasst ist: die enge Vernetzung vor Ort. Unter Berufung auf eine „globale Erhebung unter 34 internationalen Hilfsorganisationen“ halten die Lions laut ihres Schleißheimer Clubpräsidenten, Robert Kafka, den ersten Rang bei nichtstaatlichen Hilfsorganisationen. So weit hätte Kafka aber gar ausholen müssen in der 99-jährigen Geschichte der internationalen Lions. 

Bemerkenswertes vollbrachte der Club in der Region: Seit Jahren konstant zwischen 30 und 35 Mitglieder stark, sammelten die Lions bisher über eine halbe Million Euro auf Benefizveranstaltungen ein. Auf möglichst unbürokratischem Wege geht das Geld an unverschuldet in Not geratene Mitbürger, an Einrichtungen wie die Nachbarschaftshilfe, Hospizgruppen, Pflegeheime und das Sehbehindertenzentrum (SBZ), wo die Lions ihr Clubheim unterhalten. Die Bürgermeister von Unterschleißheim, Oberschleißheim und Haimhausen, Christoph Böck, Christian Kuchlbauer und Peter Felbermeier, ließen sich daher nicht lange bitten, mit einen paar dankbaren Worten zur Jubiläums-Festschrift beizutragen.

 Spenden fließen außerdem in nationale und internationale Hilfsprogramme des Clubs. Bei Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Tsunamis oder dem Hochwasser vor wenigen Jahren, leisten die Lions ihren Beitrag. Mit eigenen Programmen engagiert sich der Club in Jugendarbeit und Suchtprävention. Zu den namhaftesten Veranstaltungen zählt das Schleißheimer Schlossfest, das heuer zum 18. Mal gefeiert wurde. Ein „Renner“ und wichtiger „Geldbringer“, wie Club-Sprecherin und SBZ-Direktorin, Hildegard Mayr, mitteilte.

 Auf dem Schlossfest war Volker Carqueville das junge Talent Christian Benning, aufgefallen. Mit seinem Gefühl für Rhythmus verblüffte der Sieger von „Jugend musiziert“ jetzt das Publikum auf der Jubiläumsfeier. Traditionell bitten die Lions Bundessieger zum Schlossfest. Carqueville erinnerte, wie Benning mit einer „kleinen Trommel ein Feuerwerk hinzauberte“. Der zweite Vorname Bennings ist Felix, der Glückliche, was ihn für einen Auftritt im Bürgerhaus noch mehr prädestinierte. 

Zum Thema „Glück“ hat hierzulande aber kaum einer mehr zu sagen, als Werner Tiki Küstenmacher. Der Theologe, Autor und ZDF-Moderator ist mit seinem 70. von über 100 Büchern zu Welterfolg gelangt. „Simplify your Life“ allein verkaufte sich mehr als vier Millionen mal. Im Fernsehen kennt man ihn aus „Tikimation“ oder „Tikis Welt“. Auf seiner Suche nach lebensvereinfachenden Tipps ist der in Gröbenzell lebenden Erfinder von „Limbi“ nach Schleißheim gekommen: Den gut 500 Zuhörern erklärte er, er es zum Millionenseller gebracht hat. Tikis Geheimnis heißt „Limbi“, nach dem limbischen System, einem reflexgesteuerten Teil des Gehirns. Kooperation ist der Weg: „Limbi“ kann man nicht zwingen, wie den inneren Schweinehund, den es zu überwinden gilt. Der „Limbi“ ist kein Schweinehund, sagte Küstenmacher und zeichnete ein kleines wuscheliges Etwas. „Der ,Limbi’ ist Ihr Freund.“

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