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So kannte man ihn: Rudi Lallinger in der Tracht der Würmbachtaler.

Trachtler aus Passion

Lohhof trauert um Rudi Lallinger

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Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Rudi Lallinger dem Heimat- und Trachtenverein Würmbachtaler Lohhof angehört. Mit 73 Jahren ist er nach schwerer Krankheit verstorben. Wenige Stunden zuvor hatte er noch im Verein vorbeigeschaut.

Lohhof– „Er war ein sehr aktiver Würmbachtaler“, erinnert Sohn Peter (48) an den Vater. Die unverbrüchliche Treue zum Verein und seinen Werten, sein aufrichtiger Charakter – dafür hat man ihn geschätzt. Mit seinem Tod geht auch im Verein eine Ära zu Ende. Wie weit sein Engagement für die Würmbachtaler reichte, wurde deutlich, als der Vorstand im vergangenen Herbst zurücktrat. Rudi Lallinger sprang sofort ein, übernahm den Posten kommissarisch ohne zu zögern und trotz angeschlagener Gesundheit. „Der Rudi war ein Pfundskerl“, sagtt Vereinssprecher Niko Ponschab: „Ehrlich, direkt und immer freundlich und gut drauf. Es war mir eine Ehre, ihn kennengelernt haben zu dürfen.“Erst im März zog Rudi Lallinger sich aus gesundheitlichen Gründenzurück. Zur Sitzung des neuen Vorstands am 5. Mai erschien er dennoch, um die Schlüsselübergabe zu regeln. In der Nacht darauf verstarb er.

Der Sohn ist Vorplattler

Sein Peter lebt die Tradition fort, als Vorplattler bei den Würmbachtalern. Peter Lallinger behält den Vater als Familienmensch in Erinnerung, als einen Mann, der für seine Frau Hilde (78), für seine beiden Kinder und die Enkel jederzeit da war. „Ein bodenständiger Mensch, der sich nie in den Vordergrund drängte.“ Und manchmal ist ihm, als sähe er ihn noch im Garten werkeln, Unkraut zupfen, Salat pflanzen und Tomaten hegen.

Besonders gern hat Rudi Lallinger daheim mit Holz gearbeitet, Regale geschreinert. „Er war Handwerker durch und durch.“ Der Sohn erzählt die Geschichte, die in der Familie seit vielen Jahren die Runde macht: Vor langer Zeit war der Vater als junger Mann aus Niederbayern nach Unterschleißheim gekommen. Er suchte Arbeit als Maurer – und fand dabei die große Liebe, seine Hilde. Rudi Lallinger war ein aufrechter, ehrlicher und hilfsbereiter Mensch. „Es war immer eine Freude, Zeit mit Dir zu verbringen, lieber Rudi,“ verabschiedet Vereinssprecher Ponschab den Weggefährten: „Du wirst fehlen.“

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