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Babyempfang

Mehr Kita-Plätze in Unterschleißheim

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Beim Babyempfang gab‘s gute Nachrichten für Familien: Die Zahl der Kita-Plätze wächst. Doch Eltern kämpfen mit einem weiteren Problem.

Unterschleißheim – 287 Babys haben in den zurückliegenden zwölf Monaten in Unterschleißheim das Licht der Welt erblickt. Darunter sechs Zwillingspärchen, „was doppelten Stress bedeutet“, wie Bürgermeister Christoph Böck (SPD) mitfühlend bemerkte. Einen großen Teil dieses Drucks hofft die Stadt den Eltern mit Informationen, Angeboten und Anlaufstellen zu nehmen. Diese erhalten sie beim Babyempfang. Fast ein Drittel der Familien mit Neugeborenen waren gekommen.

Sabrina und Matthias Motz mit Leon.

Eindeutig ganz oben auf der Stressliste der Eltern steht die Sorge, keinen Betreuungsplatz fürs Kind zu bekommen. Böck betonte: „Kinderbetreuung ist ein ganz wichtiges Thema in Unterschleißheim.“ Die Stadt hat seit dem Babyempfang 2016 nachgelegt – und von 1804 Betreuungsplätzen auf 2018 Plätze erhöht. Im kommenden Jahr sollen weitere 48 Krippen- und 25 Kindergartenplätze entstehen. Die Stadt und der Investor des Business-Campus’ sind sich praktisch handelseinig, auf dem 170 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Landshuter Straße eine Einrichtung für Kinder zu errichten. Ein weiteres Kinderhaus in der Stadt ist ebenfalls geplant. „Wir können nicht sofort jeden Wunsch erfüllen“, betonte Böck 2016 beim Babyempfang. Sabrina (33) und Matthias Motz, die im Juli von München nach Unterschleißheim zogen, haben zu spüren bekommen, dass in der Stadt noch Nachholbedarf besteht. Für ihren Sohn Leon (8 Monate) fanden sie keinen Platz. „Wir hatten uns rechtzeitig beworben“, sagt die Mutter. Jetzt hoffen sie auf einen Platz ab September 2018. Beide Elternteile sind berufstätig und darauf angewiesen, dass Leon in der Krippe unterkommt. Katharina (33) und Joachim (37) Steinke haben für Charlotte (1) einen Platz in der Kindertagesstätte ihrer Wahl gefunden; wohnortnah in Hollern. Seit sie vor zweieinhalb Jahren nach Unterschleißheim kamen, genießen beide zudem die Gelegenheit, im Familienzentrum Gleichgesinnte zu treffen. „Auch auf dem Spielplatz ist es leicht, mit Eltern ins Gespräch zu kommen.“

Katharina und Joachim Steinke mit Charlotte.

Bei den Betreuungsplätzen hat sich die Situation deutlich verbessert, an anderer Stelle zwickt es nach wie vor. Die Familie Motz hat bis heute keinen Kinderarzt für Leon gefunden. „Niemand hat uns genommen“, sagt Matthias Motz. Die wenigen Kinderärzte in der Stadt seien überlaufen, ergänzt der Bankangestellte. „Man hat es wohl als zumutbar empfunden, uns die Fahrt zum Kinderarzt nach München zuzumuten.“ Ideal finden die Eltern das nicht. Motz äußerte aber Verständnis für die Ärzte. „Letztlich handeln sie im Interesse der Patienten, wenn sie dafür sogen, nicht zu viele Kinder zu behandeln.“

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