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Die Stadtkapelle Unterschleißheim – an der Spitze Dirigent Michael Kavelar – ist zum 27. Mal beim Trachten- und Schützenzug. Vorsitzender Josef Jurischitz spricht allerdings von einem „mulmigen Gefühl“.

Gruppen aus dem Landkreis sind dabei

Mit mulmigem Gefühl zum Wiesn-Festzug

Landkreis - Aus Sorge um die Sicherheit haben zwei Trachtengruppen die Teilnahme am Wiesn-Umzug abgesagt. Die Landkreis-Trachtler machen mit. Doch mancher mit mulmigem Gefühl.

Sicherheit – darauf wird gerade dieses Jahr auf der Wiesn besonders viel Wert gelegt, nach dem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum und den zahlreichen Terroranschlägen weltweit. Und doch bleibt bei vielen ein mulmiges Gefühl. Wie berichtet, werden der Heimat- und Trachtenverein Bernried und die Schwälmer Tanz- und Trachtengruppe Loshausen nicht am traditionellen Trachtenumzug am ersten Wiesn-Sonntag teilnehmen. Viele Gruppen aus dem Landkreis München, zum Teil seit jahrzehnten dabei, lassen sich von der Terror-Angst wenig beeindrucken. Keiner sagt ab. Manche sind aber auch hin- und hergerissen.

Zwiespältiges Gefühl

„Ein mulmiges Gefühl ist schon da“, sagt Josef Jurischitz, Vorsitzender der Stadtkapelle Unterschleißheim. „Ich möchte nicht absagen, aber ich werde es jedem frei stellen, ob er dabei ist oder nicht.“ Gerade weil auch viele Kinder und Familien dabei seien, erklärt er. Er habe da schon ein zwiespältiges Gefühl: „Wir werden uns auf jeden Fall noch einmal abstimmen.“ Eigentlich möchte er jedoch auch dieses Jahr mit seiner Stadtkapelle am Umzug teilnehmen.

Die Musikkapelle Kirchheit möchte sicher wieder teilnehmen. „Wir spielen auf alle Fälle. Das war bisher noch gar kein Thema“, erklärt die Leiterin Sabine Simon.

Für den Leiter der Schleißheimer Schloßpfeiffer ist es der 25. Wiesn-Umzug, bei dem er mitläuft. Und die Schloßpfeiffer selbst sind seit 35 Jahren dabei, und auch heuer soll sich daran nichts ändern: „Wir sollten uns nicht einschüchtern lassen. Ich denke schon, dass wir auch dieses Jahr mitgehen werden“, erklärt Stefan Vohburger. Nach den Ferien werde er darüber aber natürlich noch einmal mit allen Mitgliedern sprechen.

Keine Bedenken in Neubiberg

Auch beim Musikverein Harmonie Neubiberg wurden bisher keine Bedenken laut. „Wir machen da mit. Das war am Montag bei der letzten Probe gar kein Thema“, erklärt Helmut Hahl, der Schriftführer des Vereines. Und auch die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn möchte wieder beim traditionellen Umzug dabei sein. „Die Tendenz ist schon so, wieder mitzumachen. Bisher haben wir da aber noch nicht genauer darüber gesprochen“, sagt Dr. Erich Sepp, Beirat der Blaskapelle. Sein Sohn Konrad Sepp ist der musikalische Leiter, und laut seinem Vater ist er derselben Meinung. Stephanie Albinger

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