Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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„Die drei Henna und der nasse Gockel“: (v.l.) Doris Langhammer, Jürgen Schober, Sabrina Schober, Bianca Altmann, Harald Münzer, Sylvia Alscher, Gudrun Liedl, Sonja Haug, Renate Orth und Uschi Klodner beim Gastspiel in Ringelai.

Theater-Serie

Neue Ära bei der G'fildner Bühne Lohhof 

Unterschleißheim - Das Jahr 2010 wird Spielleiterin Renate Schober und ihr Mann, der Vorsitzende der G’fildner Bühne Lohhof, immer in guter Erinnerung bleiben, Damals übernahm der eine den Vorsitz und die andere die Spielleitung von Josef Modlmayer, der über zwei Jahrzehnte der gute Geist der G’fildner war, aber aus Krankheitsgründen aufhören musste.

Für Renate Schober bedeutete diese keinen sanften Einstieg in die Regie-Arbeit: Bei „Sliusheim“, dem historischen Stück über die Stadt Unterschleißheim, einmalig und nicht mehr wiederholbar, zeigte sie aber, was in ihr und vor allem auch in ihren Spielern steckt. Die Szenen der G’fildner – die alten Römer und das Ende des 1. Weltkriges – waren eindrucksvoll und ernst gespielt, der Wechsel der Szenen mit den anderen Theatergruppen im Bürgersaal Unterschleißheim klappte reibungslos.

150 Darsteller auf der Bühne bei "Sliusheim"

„Das werden wir nie vergessen. Wir wussten ja selbst nicht, ob das Zusammenspiel auch mit den Haimhausenern und Feldmochinger klappt. Aber es war einfach nur großartig“, schwärmen Schober und auch die Tochter von Modlmayr, Renate Orth. Sie war schon als Achtjährige und Christkind im Verein dabei und setzt heute als stellvertretende Vorsitzende das Engagement ihres Vaters fort.

Umständlichen Namen verworfen

Die G’fildner Bühne, die früher umständlich „Theaterfreunde im Freizeitzentrum Lohhof“ hieß, änderte unter Leitung von Modlmayr 1983 den Namen in Anlehnung an den altbayerischen Begriff des Ortes „auf dem G’fild“. So passte auch das historische Stück „Sliusheim“ gut zur G’fildner Bühne, deren Bühne Herbert Tomanek künstlerisch auf 20 mal 20 Meter große Leinentücher zauberte, handbemalt.

Renate Schober will wieder selbst spielen

Nach 15 Jahren Regiearbeit hört Renate Schober heuer auf: „Ich brauche einfach auch mal wieder Urlaube, in denen ich nicht zehn Theaterbücher dabei habe und in Gedanken immer beim Theater bin“, sagt sie lachend und fügt noch hinzu: „Außerdem möchte ich selber auch mal wieder spielen. Und in meinen Augen passen Spielleitung und gleichzeitig auf der Bühne stehen nicht zusammen.“

„Frau Schober hat alles gegeben“, betont Renate Orth, und sie blickt voller Anerkennung auf die Regisseurin, die die G’fildner Bühne spielerisch die letzten Jahre so gefordert und gefördert hat. „Mein Vater liebte bayerische Bauerntheater-Stücke. Mit dem Führungswechsel zu Frau Schober haben wir mehr Boulevardtheater gespielt. Das kam bei unseren Besuchern gut an“, sagt Renate Orth.

Gastspiel in Ringelai

Nicht nur inhaltlich änderte Renate Schober etwas. Dank Fortbildungen beim Bayerischen Amateurtheaterverband brachte sie viel Wissen und Theaterkunst auch bei den Proben ein. Neue Formen verbesserten die Qualität des Spiels. So fährt man inzwischen zu einem Probe-Wochenende. Renate Schober: „Da sind dann wirklich nur die dabei, die auch spielen. Das ist kein Feier-, sondern ein Arbeits-Wochenende. Es ist einfach etwas anderes, wenn man ausgeschlafen im Hellen Szene für Szene einstudiert, als wenn man sich immer nur am Abend für zwei Stunden trifft. Da fängt man immer wieder von vorne an. An diesem Wochenende aber geht es in die Tiefe, ans Eingemachte. Es entsteht eine viel bessere Harmonie.“

Probe-Wochenende

Diese Probe-Wochenenden bescherten der Bühne auch das erste Gastspiel außerhalb Unterschleißheims. Der Wirt des Hotel-Gasthofs in Ringelai, Kreis Freyung-Grafenau, in dem sie 2015 probten, bat die Gruppe, doch auch im Ort eine Aufführung zu geben. So spielten sie zur Freude vor gut 130 Ringelaiern „Die drei Henna und der nasse Gockl“ an drei Abenden. Mit Spielleiterin Gudrun Lidl geht es nahtlos in die Ära nach Schober. Die bisherige Spielleiterin hat keinen Zweifel: „Gudrun Lidl ist eine erfahrene Spielerin. Sie kann das!" agm




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