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Auf Leute wie den fehlgeleiteten Erfinder muss der arme Friedhelm seine Traumfrau vorbereiten.

G'fildner Bühne zeigt Komödie

Die ganze Familie, eine einzige Katastrophe

Lohhof - Die G’fildner Bühne brilliert mit ihrer neuen rabenschwarzen Komödie und hat mit Hans Schimmel ihren Lieblingsautor gefunden

Hans Schimmel und die „G´fildner Bühne“, das passt wie die Faust aufs Auge. Der aus der Kurpfalz stammende Autor schätzt Komödien. Je schwarzhumoriger desto besser. Die Lohhofer Theatergruppe mag Schimmels Stücke. Die vogelwilde Komödie „Für die Familie kann man nichts“ hatte am Wochenende Premiere im Haus der Vereine in Lohhof – eine besonders rabenschwarze Inszenierung.

Drei Stunden gute Unterhaltung

Seit 39 Jahren spielen die G’fildner Theater und es sieht so aus, als hätten sie mit Hans Schimmel einen Autor aufgetrieben, dessen Stücke ihnen wie auf den Leib geschrieben sind. Der in Hockenheim lebende Kurpfälzer verpasst seinen Darstellern gern anarchische Charakterzüge, lässt Handlungsstränge gern chaotisch überlappen – da laufen die Schauspieler so richtig zur Höchstform auf. Renate Schober hat seit Oktober mit ihrer Truppe geprobt und wieder bewährte Regiearbeit geleistet.

Viel Szenenapplaus

Friedhelm Beierle (Jürgen Schober) hat es nicht leicht als „weißes Schaf“ seiner Familie. Ihn umgeben ein fehlgeleiteter Erfinder (Andreas Huber), ein krimineller Hacker (Herbert Thomanek), ein übel riechender Esoteriker (Doris Langhammer) und die stets hungrige Gertrud (Uschi Klodner). Diesem Haufen versponnener Typen will Friedhelm seine neue Liebe Doris (Sonja Haug) vorstellen. Das gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung. Der gute Friedhelm muss bangen, dass Doris vor seiner Familie kreischend Reißaus nimmt. Das Publikum honorierte die hervorragenden Leistungen der Akteure immer wieder durch spontanen Szenen-Applaus und viele herzhafte Lacher.

Chaotischer geht es kaum

„Was hab’ ich nur getan, dass ich mit so einer Familie gestraft bin“, hört man Friedhelm bei jedweder Gelegenheit jammern. Dabei bereitet dem armen Friedhelm nicht nur die eigene Familie Kummer. Freunde wie Gerd (Joachim Steinke) und Traudel (Gudrun Liedl) scheinen von allen guten Geistern verlassen. Die Gundula (Sabrina Schober) steht auf Seancen, und Willi, der kriminelle Hacker, versucht sich zu guter Letzt auch noch als Leichenwagenchauffeur. Chaotischer jedenfalls geht es kaum. Oder etwa doch? Albert (Harry Münzer), Anna (Sonja Eder), Frieda (Renate Orth) und Andreas Preuß als Dorfpolizist mischen ebenfalls mit.

Viele Helfer im Hintergrund

Mehr als 100 Zuschauer sind zur Premiere in die Lohhofer Mehrzweckhalle gekommen und werden drei Stunden bestens unterhalten. Dazu trugen auch hinter der Bühne viele Helfer bei: Angefangen bei Souffleuse Uschi Blanc, die auch für die Requisiten zuständig war, über Doris Langhammer und Sonja Haug (Frisuren und Maske), Günter Deller (Ton und Technik sowie Vorhang) und Herbert Thomanek (Bühnenbild) bis zu Renate Orth, die das Team mit gutem Essen verwöhnte. 

Angesichts der Zahlen aus dem Vorverkauf erwartet Regisseurin Renate Schober für die vorgesehenen sechs Vorstellungen rund 600 Gäste. Besonders angenehm fiel der hohe Anteil junger Zuschauer auf. „Wir sind eine junge Truppe“, sagte Schober. Über weitere Mitspieler würde sich die „G´fildner Bühne“ jederzeit freuen.

Weitere Aufführungen: Samstag, 16. April, 19.30 Uhr; Sonntag 17. April, 17 Uhr, Freitag, 22. April, 19.30 Uhr, Samstag, 23. April, 19.30 Uhr. Vorverkauf: „Blumen Wildwuchs“, Johann-Schmid-Straße 22a, Unterschleißheim, 089/ 37 07 36 80.

Von Andreas Sachse

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