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"Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen", davon überzeugt sind (v.l.) Betriebsrätin Regine Mangstl, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Gesellschafter Götz Zilker, Einrichtungsleiter Michael Thiede, Geschäftsführerin der „Regenbogen Wohnen gGmbH“ Margot Kainz, Betriebsrat Hans Braunmüller und Wilhelm Haberl von der „Bayernland Sozialimmobilien GmbH aus Pfarrkirchen.

Neues Wohnheim eingeweiht: Ein freies Leben trotz Krankheit

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Unterschleißheim - Über der Feldstraße in Unterschleißheim ist ein Regenbogen der Menschlichkeit aufgegangen: Die Stiftung „Regenbogen Wohnen“ hat dort das Projekt „Wohnen mit Perspektive“ auf den Weg gebracht, das 68 Frauen und Männern mit seelischer Behinderung eine neue Heimat bieten wird.

Die aus dem Isar-AmperKlinikum Haar heraus entstandene Stiftung „Regenbogen Wohnen“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit seelischer Behinderung ein Leben außerhalb des Klinikgeländes zu ermöglichen. Die Stiftung zieht nun auch mit ihrem Wohnhaus von dem Gelände aus Haar nach Unterschleißheim. Sicher auch, weil der Bezirk Oberbayern, der Träger des Isar-Amper-Klinikums, die Psychiatrie dezentralisieren will – und bereits einen großen Teil des Geländes in Haar verkauft hat (wir berichteten).

 In Unterschleißheim sind die 68 Patienten auf insgesamt fünf der sechs Etagen untergebracht. Das Erdgeschoss des Hauses an der Feldstraße nutzt „Condrobs“ für die Betreuung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen. Das „Regenbogen“-Projekt in Unterschleißheim gliedert sich auf in drei Bereiche: Neben den offenen Wohngemeinschaften und dem Betreuten Wohnen wird es auch eine geschlossene Einheit geben. Insgesamt stehen 86 Appartements zur Verfügung. 

Götz Zilker, Gesellschafter der Stiftung „Regenbogen Wohnen“, hatte anfangs gehofft, einen geschlossenen Bereich umgehen zu können, „weil Freiheit eigentlich ein Grundrecht jedes Menschen ist“. In Unterschleißheim sind die Grenzen zwischen den Gruppen aber nicht in Stein gemeißelt.

 Bei der Eröffnung lobte Bezirkstagspräsident Josef Mederer die Option für alle Bewohner des Hauses, ohne einen Umzug in den offenen Bereich wechseln zu können. Der Bezirk trägt zum Großteil die Kosten des Betriebs und Mederer trägt die Idee einer kleineren Einheit mit 68 Plätzen mit: „Bei großen Einrichtungen steht nicht der Mensch im Mittelpunkt, sondern die Masse.“ Götz Zilker habe sich mit viel Pioniergeist für ein solches Haus eingesetzt. 

Margot Kainz, Geschäftsführerin der „Regenbogen Wohnen gGmbH“, dankte der Stadt Unterschleißheim, die im Gegensatz zu anderen Kommunen die Stiftung mit ihrem Vorhaben offen empfangen habe. 

Der Zweite Bürgermeister Stefan Krimmer (CSU) sagte, dass das vorgestellte Konzept dem Stadtrat gut gefallen habe und auch nach Unterschleißheim passe: „Wir sind nicht nur die größte Kommune im Landkreis München, sondern auch eine Stadt mit einem sozialen Gewissen.“ Er wünscht den Bewohnern eine Normalisierung des Lebens mitten in einem ganz normalen Wohngebiet. Neben diesem Umfeld gebe es in Unterschleißheim einige Einrichtungen, die sich für Kooperationen mit der Stiftung „Regenbogen Wohnen“ und ihren Klienten anböten. So übernimmt das Seniorenheim „Haus am Valentinspark“ das Catering für die neue Einrichtung.

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