Das MSD-Hauptgebäude: Der Anblick von der Feldstraße.
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Das MSD-Hauptgebäude: Der Anblick von der Feldstraße.

MSD plant mehrgeschossiges Produktionsgebäude

Pharmariese erweitert Standort in Unterschleißheim

  • VonAndreas Sachse
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Das Pharmaunternehmen MSD baut seinen Firmen-Standort zwischen Münchner Ring und Feldstraße in Unterschleißheim aus. Dafür sollen die einstigen Produktionsstätten von Reka-Kartonagen weichen. Während der Abrissarbeiten kommt es zu mehrwöchigen Sperrungen des Theresienbogens.

Unterschleißheim - Wie in der Sitzung des Ferienausschusses bekannt wurde, kostet der Abriss die Stadt 280 000 Euro. Alles in allem geht man einschließlich Voruntersuchungen, Planungs- und Ausschreibungsphase von einer dreiviertel Million Euro aus, zuzüglich eines 200 000 Euro schweren Puffers für Unwägbarkeiten.

In Zeiten von Corona gilt die ohnehin schwer einzuschätzende Lage in der Baubranche als schwer kalkulierbar. Das Rathaus geht auf Nummer sicher und schlägt pauschal 30 Prozent auf die ermittelten Baukosten drauf. Das Gros der maximal 940 000 Euro wird 2022 fällig.

Planungsteam von MSD, Stadt und Abrissunternehmen

Unterschleißheim ist zu 34 Prozent an dem von MSD begehrten, früheren Reka-Grundstück beteiligt. Die Stadt bekundete ihr Interesse an wirtschaftlicher Prosperität im Allgemeinen, der Entwicklung des Grundstücks und dem Wohlergehen von MSD. Die Stadt, MSD und das beauftragte Abrissunternehmen formieren sich in einem Planungsteam, das Einschränkungen für Anwohner während der Arbeiten im Rahmen halten soll.

Das aus dem Chemie- und Pharmagiganten „Merck“ hervorgegangene Unternehmen MSD zählt zu den drei größten Pharmakonzernen in Deutschland; weltweit rangiert das Unternehmen unter den Top 7. In Unterschleißheim unterhält MSD einen von bundesweit sieben Standorten. In der Feldstraße 1a werden Tierpharmazeutika produziert. In den kommenden Jahren plant MSD ein mehrgeschossiges, bis zu 16,5 Meter hohes Produktionsgebäude entlang des Theresienbogens. Die Firma „Reka Kartonagen“ residierte in unmittelbarer Nachbarschaft.

Anwohner müssen mit Lärm rechnen

Insbesondere während der Abrissarbeiten dürften Anwohner mit örtlichen Behinderungen, mit Beeinträchtigungen durch Lärm und Emissionen zu rechnen haben. Derzeit ist vorgesehen, Teile des Theresienbogens insgesamt drei Mal für jeweils zwei bis drei Wochen zu sperren. Nach der ersten Maiwoche kommenden Jahres sollen die Abrissarbeiten beendet sein. Die neue MSD-Produktionsstätte soll möglichst zeitnah im Anschluss hochgezogen werden. Das Landratsamt hat die Pläne freigegeben.

Hier wird gesperrt

Nördlicher Teil des Theresienbogens: 1. November 2021 bis 17. Dezember 2021

Südlicher Teil des Theresienbogens: 10. Januar 2022 bis 11. Februar 2022.

Südwestlicher Teil des Theresienbogens: 14. Februar 2022 bis 8. April 2022.

Ein Verkehrslenkungsplan soll zudem verhindern, dass Lkw über 7,5 Tonnen des Abbruchunternehmers verbotenerweise die Südliche Ingolstädter Straße zwischen Hedwigstraße und Bezirksstraße befahren.

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