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Wo seit Mitte der 1980er-Jahre die Esso-Tankstelle stand, soll ein dreistöckiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. 

Ehemaliges Esso-Gelände Unterschleißheim

Pläne für Supermarkt und Wohnungen

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Ein großer Einkaufsmarkt und Wohnungen werden auf dem ehemaligen Esso-Areal an der Bezirksstraße realisiert. Möglich sind auch noch ein oder zwei Lokale an diesem Standort.

UnterschleißheimDas ehemalige Esso-Areal an der Bezirksstraße 4 hat großes Potenzial für die Belebung des Einzelhandels an der Bezirksstraße. Diese Chance will die Stadt nutzen. In einer Studie hat sie untersuchen lassen, welche Nutzungen auf dem etwa 2400 Quadratmeter großen Grundstück der Stadt Kunden anlocken würden. Vier von sechs Möglichkeiten halten die Mitglieder des Bauausschusses für vielversprechend: einen Vollsortimenter, Wohnungen und Gastronomie. – Aber auch das Kino ist noch nicht ganz aus dem Rennen. Diese vier Optionen sollen die Cima-Gutachter in einem nächsten Schritt vertiefend untersuchen.

Im Juli hatten Jan Vorholt und Christoph Rohrmeier bei der Vorstellung ihrer Studie dem Ausschuss einen Lebensmittelmarkt, Appartements und Lokale empfohlen, aber auch Praxen und Büros in Betracht gezogen. Jetzt aber sprach sich der Bauausschuss gegen solche Geschäftsräume aus: „Praxen und Büros sollten wir aus unseren Überlegungen direkt ausschließen“, sagte Jürgen Radtke (Grüne), und Stefan Krimmer (CSU) betonte: „Wir sollten nichts reinbringen, was wir schon haben.“ Auch das Heimatmuseum wird nicht weiter untersucht. „Was wir hier wirklich brauchen, sind Wohnungen“, forderte Krimmer. 25 Appartements könnten entstehen und eine Tiefgarage. Einigkeit besteht auch beim Vollsortimenter, der als Publikumsmagnet wirken soll. Katharina Bednarek (SPD) hält ihn auch „für die ältere Generation für unerlässlich“. Erfreulich sei, dass die Gutachter schon in Erfahrung gebracht hätten, dass „Rewe“ Interesse habe. Bednarek ergänzte: „Was fehlt, ist auch eine Bar.“

Viel Sympathie hat weiterhin die Kino-Idee, auch wenn sie an diesem Standort wohl keiner für realistisch hält. Das Capitol-Kino muss an der Alleestraße ausziehen und sucht eine neue Bleibe. Doch die Stadtplaner rieten im Juli davon ab, das „Capitol“ an die Bezirksstraße zu verlegen. Die hohen Säle wären nicht flexibel neu vermietbar. Krimmer warnte vor Lärmbelästigung: „Wenn sechs Vorstellungen um Mitternacht enden, können wir dem Ruhebedürfnis im Maxfeldhof nicht genügen.“ Für die Suche nach Alternativstandorten sollen die Stadtplaner trotzdem herausarbeiten, welche Standortbedingungen für ein Kino nötig sind. Bürgermeister Christoph Böck (SPD) warb: „Wenn Sie ein Kino-Fan sind, unterstützen Sie die Grundlagenermittlung für ein Kino.“

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