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Startklar: die drei Fahrer (v.l.) Franz Buchner, Herrmann Meyer und Karl Boscher mit ihren Rikschas.

Besonderer Service in Lohhof

Rikschas bringen Senioren zum Volksfest

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Drei Männer, drei Räder, etliche Fahrgäste: Per Rikscha bringen drei Unterschleißheimer die Senioren zum Volksfest Lohhof. Denen gefällt‘s.

Lohhof – Renate Merz (65) lässt sich per majestätischem Chauffeur-Service zum Lohhofer Volksfest fahren, genießt den Ausblick im Valentinspark und lehnt sich entspannt zurück. Neben ihr sitzt ihre Freundin Gotlinde Schwangler in der Rikscha. Vorne, auf dem Fahrrad, strampelt Merz’ Lebenspartner Karl Boscher (66), um die Damen zu kutschieren. Und er macht seine Sache gut. „Ich habe die Fahrt genossen“, sagt Schwangler (78). „Er hat mich sehr gut gefahren und war auch pünktlich“, lobt Merz ihren Partner. Boscher attestierte seiner Partnerin, ein angenehmer Fahrgast zu sein: „Sie hat während der Fahrt nichts gesagt, wobei ich das vorne auf dem Fahrrad wahrscheinlich auch nicht gehört hätte.“ Er schmunzelt.

Platz genommen: Gotlinde Schwangler und Renate Merz lassen sich in der Rikscha zum Volksfest fahren.

Boscher ist der Vater der Aktion. Mit seinen Freunden Franz Buchner und Hermann Meyer kam ihm die Idee bei einer der vielen gemeinsamen Rennradtouren. „Am Anfang war das eine Schnapsidee, die wir immer weiter filtriert haben“, erzählt der Fahrer. Die Stadt Unterschleißheim beteiligte sich, mietete drei Rikschas bei einem Münchner Unternehmen – und los geht’s. Boscher genießt die Touren durch die Heimatstadt. „Es macht uns allen Spaß und ist eine gute Werbung für Unterschleißheim als fahrradfreundliche Kommune sowie für das Lohhofer Volksfest.“

Organisatorin zufrieden

Merz und Schwangler würden es begrüßen, wenn die Stadt solche Aktionen öfters anbieten würde. Die beiden Unterschleißheimerinnen haben die Volksfestfahrt vorab gebucht. Auch Lissy Meyer (62), Organisatorin der Aktion, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. Einige Dutzend Fahrten bestellten die Unterschleißheimer für den Seniorennachmittag auf dem Volksfest. „In München sind diese Touren mit dem Fahrrad ein gutes Geschäft, hier befördern wir Senioren, die sich auf ihren Volksfestbesuch freuen“, sagt sie.

Bei den drei Fahrern sind die Kunden Könige, alle Wünsche werden erfüllt. Eine besonders romantische Tour durch den sommerlichen Valentinspark? Gern. Eine Frau fahren sie auf schnellstem Weg zum Festplatz – und nach wenigen Minuten wieder nach Hause. Sie lässt sich das von der Stadt spendierte Gratis-Hendl einpacken und bringt es dank der flotten Radler warm nach Hause. Der Erfolg dieses witzigen wie charmanten Angebots schreit nur so nach einer Fortsetzung.  

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