"Aquariush" Unteschleißheim

Schönheitskur fürs Schwimmbad

Unterschleißheim - Die Stadt beginnt mit der Erweiterung des Unterschleißheimer Schwimmbads. Für drei Millionen Euro vorgesehen sind ein gut 170 Quadratmeter großes Thermalbecken im Außenbereich und ein Kinderspielplatz. Der Saunabereich soll ebenfalls ausgebaut werden. Ende 2017 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Seit mehr als zwei Jahren denkt die Stadt Unterschleißheim darüber nach, das vor 40 Jahren als reines Hallenbad konzipierte „Aquariush“ mit zusätzlichen Attraktionen zu bereichern. Im November 2013 wurde ein auf Bäder spezialisiertes Planungsbüro aus München mit den Vorbereitungen beauftragt. Auf ihrer Homepage, unter www.l-s-architekten.de, gewähren die Architekten einen virtuellen Rundgang durch das künftige Bad. Dem bundesweiten Bädersterben hofft die Stadt rechtzeitig mit einer Attraktivitäts-Offensive begegnen zu können. Wie Stadtrat Jürgen Radtke (Grüne) sagt, hat sich im „Aquariush“ bereits ein Defizit in Höhe von 800 000 Euro angesammelt. Das zusätzliche Angebot soll helfen, das Freizeitbad zu retten. Vorgesehen sind – neben dem ganzjährig nutzbaren, aus den „Valentinsquellen“ gespeistem Thermalaußenbecken – auch ein Wasser- und Kinderspielplatz. Die Wasserrutsche ist aus Kostengründen zurückgestellt. Dafür soll die Sauna um einen Aufenthaltsbereich mit einem 17 Quadratmeter großen Warmwasserheilbecken und einem kleinen Abkühlbecken ergänzt werden. Die Arbeiten sollen im Februar 2017 beginnen und voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Stadt geht von gut drei Millionen Euro Baukosten aus. Das „Aquariush“-Defizit würde sich jährlich um weitere 150 000 Euro erhöhen. Die Entscheidung im Werkausschuss fiel gegen die Stimmen der beiden Vertreter von Grünen und ÖDP. Stadtrat Radtke sorgt sich nicht nur wegen des steigenden Defizits. Ihm missfällt, dass „die Eintrittspreise für das ’Aquariush’ erhöht werden sollen“. Seiner Ansicht nach wird auch das Verkehrsaufkommen im Umfeld des Schwimmbads zunehmen. „Wir haben vor eineinhalb Jahren schon auf das Problem hingewiesen.“ Die Stadt teilt Radtkes Befürchtungen nicht. Die Eintrittspreise fürs Schwimmbad sollen sich um maximal drei Euro erhöhen, in der Regel um lediglich ein bis zwei Euro. So soll die Tageskarte für Erwachsene im Schwimmbad zehn Euro kosten. Zu Beginn der Planungen waren es sieben Euro. Einzelkarten steigen von vier auf auf Euro, die Tageskarte für Kinder und Jugendliche von 5,50 auf 7,50 Euro. Sportschwimmer zahlen für 60 Minuten künftig drei Euro statt wie bisher zwei Euro. Da die geplanten Neuerungen auch in anderen Schimmbädern der Region angeboten werden, geht die Unterschleißheimer Stadtverwaltung davon aus, dass sich die Erweiterung nicht auf den innerörtlichen Verkehr niederschlagen würde.

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