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Auf dem Diwan: Aladdina und Dschinn alias Rebecca Rupprecht und Eric Reinke moderieren den Abend zum Asbchluss der sozialen Woche.

Carl-Orff-Gymnasium

Schüler lernen soziale Verantwortung

Unterschleißheim – Menschen mit Behinderungen unter die Arme greifen, kleine Kinder füttern, Senioren zuhören oder Autisten beim Naseputzen helfen: Zum 19. Mal setzten sich Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Carl-Orff-Gymnasiums bei der „Sozialen Woche“ mit Werten unserer Gesellschaft auseinander und konnten Erfahrungen sammeln, die so nicht im Lehrplan stehen.

Als Vorbereitung dazu fand das Projekt „Perspektivwechsel“ mit Gästen von „Gemeinsam Mensch e.V.“ statt. „Menschen mit verschiedenen Behinderungen kommen ans COG, um den Schülern einen Einblick in ihr Leben und ihren Alltag zu geben“, fassen Caroline Schwarz und Inez Bree vom Elternbeirat das Projekt zusammen.

Die Jugendlichen erhalten Informationen zu den medizinischen Ursachen der Behinderungen, den Auswirkungen auf die Alltagsbewältigung und erfahren in praktischen Übungen selbst, wie sich etwa eine Gehbehinderung, Spastik oder Sehbehinderung auswirkt.

Bei der Praktikumswoche selbst sammelten die Jugendlichen Erfahrungen in verschiedenen sozialen Bereichen und lernten, vorurteilsfrei mit behinderten, alten oder sozial benachteiligten Menschen umzugehen. Den Abschluss bildete der Bunte Abend in der Aula des COG, an dem die Schüler von ihren Erfahrungen berichteten, unter dem Motto „Wie gut wir uns verstehen“. 

Rebecca Rupprecht und Eric Reinke alias Aladdina und Dschinn kündigten die Schülerbeiträge an. Die Jugendlichen waren waren in Kindertagesstätten und Schulen, Behinderteneinrichtungen, im Seniorenpark und in der Flüchtlingshilfe im Einsatz. Besonders ergreifend war der Bericht einer Schülerin über ihren Einsatz im Erstaufnahmelager der Bayernkaserne. Sie erzählte von einem kleinen Kind in Flipflops mit blauen Zehen, der sich einfach nur warme Schuhe wünschte.

Ergreifend, amüsant und nachdenklich waren die Beiträge der Schüler, die sich dafür bedankten, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen. Auch die Trommelgruppe der Unterschleißheimer Tagesstätte für psychische Gesundheit trat auf. Die „soziale Woche“ wird durch das Engagement der Lehrkräfte Greta Schicker und Siegfried Priebe mit Unterstützung der Sozialpädagogen am COG, insbesondere Peggy Gulden in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat ermöglicht, unterstützt von lokalen Unternehmen als Sponsoren. 

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