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Mehr als 480.000 Euro Beute

Sechs Einbrüche: Brillenräuber  muss hinter Gitter

Tausende Brillen hat eine Bande aus Optikerläden geklaut. Nun muss der Kopf, ein Rumäne (31), ins Gefängnis. Er hatte einen leichtsinnigen Fehler begangen.

Landkreis – Tausende teure Brillen und -gestelle hatte ein 31-jähriger Rumäne im Visier, der mit weiteren Tätern zwischen März und Dezember 2016 sechs Optikergeschäfte ausraubte. Auch Läden in Haar, Kirchheim und Unterschleißheim raubte er aus. Der Wert der Beute war mit über 480 000 Euro enorm. Wegen fünf Diebstählen und eines Versuchs sowie Sachbeschädigung schickte das Landgericht Traunstein den im Ausland mehrfach vorbestraften Angeklagten gestern für viereinhalb Jahre hinter Gitter.

DNA in Haar und Kirchheim entdeckt

Nach Worten des Polizeizeugen wiesen die vollendeten Einbrüche im Speckgürtel Münchens sowie in Bad Aibling und Bruckmühl sowie ein gescheiterter Versuch in Rosenheim immer die gleiche Handschrift auf. Arbeitsweise und Werkzeuge deckten sich. Sichergestellte DNA-Spuren stimmten überein mit Genmaterial, das an den Tatorten in Haar, Kirchheim und Unterschleißheim entdeckt wurde. Der Angeklagte und die wechselnden Mittäter gingen stets nachts ans Werk. Der Ermittler bezeichnete es als „ungewöhnlich, dass Brillen derart organisiert gestohlen werden“. Im Internet habe man keinen Hinweis auf Veräußerung des Diebesguts in Deutschland gefunden. Alle Fäden seien in einem kleinen Dorf in Südosteuropa zusammengelaufen. Das Fazit des Zeugen: „Wir gehen von einer Bestellgeschichte aus.“

„Reisender in Sachen Einbruch“

Der Vorsitzende Richter fasste es so zusammen: „Sie waren rund 20 Jahre als Reisender in Sachen Einbruch in Europa unterwegs.“ Die kriminelle Karriere des Mannes hatte mit der Festnahme vor einem Jahr an seinem Wohnsitz in Italien ein Ende gefunden. Der Rumäne war geständig und beteuerte: „Ich habe alles falsch gemacht. Ich verdiene es, bestraft zu werden. Es tut mir sehr leid.“

Aber der Richter blieb hart: „Wir nehmen Ihnen nicht ab, dass Sie Arbeit suchten und dabei zufällig in München auf Leute aus der Türkei oder Albanien trafen, die sie mit den Taten beauftragten. Sie sind Berufseinbrecher. Da steckt eine Organisation dahinter.“ Der Rumäne akzeptierte das rechtskräftige Urteil.

kd

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