Rückentraining: Johann Schweissgut (91) probiert das am Stand von Peter Rein gleich aus.
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Rückentraining: Johann Schweissgut (91) probiert das am Stand von Peter Rein gleich aus.
Wie in der Sprechstunde: „Joyces Pflegeteam“ im Bürgerhaus im Einsatz. 70 Anbieter sind beim 10. Gesundheitstag vertreten. 
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Wie in der Sprechstunde: „Joyces Pflegeteam“ im Bürgerhaus im Einsatz. 70 Anbieter sind beim 10. Gesundheitstag vertreten. 

Gesundheitstag

So bleiben Sie fit bis ins hohe Alter

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Tausende Besucher drängten sich beim Gesundheitstag an die Stände von 70 Anbietern, und auch die 38 Vorträge waren gut besucht.

Unterschleißheim – Kein Wunder. „Das Thema Gesundheit wird für die Menschen immer wichtiger“, sagt Sabine Hatz vom Forum Unterschleißheim, dem Kulturamt der Stadt.

Johann Schweissgut (91) braucht niemand etwas von Gesundheit zu erzählen. Der 91-jährige, überaus rüstige Senior ist vor ein paar Jahren am Herzen operiert worden. Das mit der Fitness hat er seitdem schleifen lassen. Nun fühlt er sich ein wenig schlapp. „Totaler Muskelschwund“, sagt der Senior und lacht. Im Bürgerhaus ist Johann Schweissgut daher gleich zum Stand von Peter Rein geeilt.

91-Jähriger geht zum Rückentraining

In seinem Zentrum für Massage und Krankengymnastik bietet der Physiotherapeut medizinisches Fitnesstraining an auf Senioren zugeschnittene, Apparaturen mit personalisierter Chipkarte an. „Adäquates Krafttraining ohne Trainingsfehler“, sagt der Physio, und Johann Schweissgut spannt lachend seinen Bizeps an: „Der Herr Rein, der macht mich wieder fit.“

Ein paar Meter weiter im Festsaal schlägt Stanislaw Strawa (57) seinen filzbesetzten Trommelstock gegen ein Gefäß, das aus einem Dutzend Edelmetallen besteht. Sanft ährt der Filz auf die Schale nieder, die zu vibrieren beginnt. Gleich vier solcher Gefäße hat der Massage-Therapeut auf dem Oberkörper seiner Patientin verteilt, der offenkundig behagt, was Stanislaw Strawa ihr angedeihen lässt. In seiner Praxis in der Raiffeisenstraße bietet Strawa neben Klangschalen-Massage auch Tibetisches Ying Yang, Honig- oder Bamboo-Massagen und eine Behandlung mit ätherischen Ölen.

Seniorenbeirat bewegt viel

Georg Billig (65) und Siegfried Albert (64) vom Beirat für Senioren und Menschen mit Behinderungen sind mit ihrem Infostand mittendrin. Die Veranstaltung toppt die neun zurückliegenden. „Das sieht man an den Besucherzahlen“, sagt der 64-Jährige. Mit dem zwölfköpfigen Beirat halfen die beiden unter anderem, die S-Bahnhöfe behindertengerecht auszubauen. Zufrieden registrieren sie, in welcher Breite die Leute sich für Gesundheit interessieren.

Ernährungsberater, Masseure und Heilpraktiker, Ärzte, Vereine und soziale Einrichtungen informieren über Yoga, Rückenschmerzen, Alkoholismus, Demenz und die Pflegeversicherung. Gerade eben hat die Osteoporose-Gruppe des VdK auf der Bühne vorgeführt, wie viel Spaß man mit Tanz und Bewegung haben kann. Sabine Hatz ist begeistert ob des vielfältigen Angebots und des positiven Echos von den Besuchern: „Heutzutage will jeder möglichst lange gesund bleiben.“

Spielmobil für die Kinder-Gesundheit

Neben Senioren steht Kindergesundheit im Zentrum. Vor dem Bürgerhaus steht das Spielmobil mit Angelika Möller-Dietsch (58) und Steffi Gehadus (50). Von großer Bedeutung ist ihnen, Eltern zu vermitteln, wie wichtig Freizeit ist. „Heute ist doch alles durchgeplant“, sagt die 58-Jährige: Hort, Nachhilfe, Klavierunterricht, kognitives Training, Chinesisch lernen. „Kinder brauchen Zeit, sich selbst als Mensch zu entdecken.“ Selbstbewusstsein, Fantasie und eigene Fähigkeiten entwickeln. „Kinder sollen Spaß haben dürfen.“ Etwa mit dem Spielmobil der Stadt oder im Kindertreff in der Lilienstraße. Anmeldung: Tel. 089/321 12 03 oder:
spielmobil.ush@t-online.de.

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