Florian Schardt, Kreisvorsitzender der SPD München-Land.
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Florian Schardt, Kreisvorsitzender der SPD München-Land, fordert von Landrat Göbel Korrekturen in der Corona-Politik

Florian Schardt kritisiert 14-Tage-Quarantäne nach negativen Tests

SPD fordert Verbesserungen der Corona-Politik im Landkreis

Die SPD fordert Änderungen bei der Corona-Politik des Landkreises. Der Landkreis sollte sich an der Landeshauptstadt München orientieren und die Quarantäne aufheben, wenn nach fünf bis sieben Tagen ein zweites negatives Testergebnis vorliegt.

Landkreis – Florian Schardt und die SPD-Kreistagsfraktion fordern den Landrat zum Umsteuern auf. Insbesondere vor dem Hintergrund, „dass das Gesundheitsamt erkennbar überfordert ist und sich mehrere hundert – oft noch kleine Kinder – in Quarantäne befinden.“

Landrat Göbel soll umsteuern

Die 14-Tage-Quarantäne, die im Landkreis auch gilt, wenn ein zweiter negativer Test vorliegt, sei ein unnötiger Eingriff in die Freiheitsrechte, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion, zudem entstehe ein Aufwand bei der Nachverfolgung, der vermeidbar sei.

Gesundheitsamt informiert Kommunen nicht schnell genug

Die Sozialdemokraten fordern weitere Verbesserungen: Die Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt und den Kommunen, die für die Kontaktverfolgung zuständig sind, sei nicht optimal gelöst. „Hat sich jemand infiziert, sollte die Erstinformation schneller an die Gemeinden gehen. Es vergeht zu viel Zeit, bis die Kommunen die Infos bekommen, die sie brauchen, um die Kontakte wirksam nachverfolgen zu können“, kritisiert Florian Schardt.

Gesundheitsamt schiebt Verantwortung auf Schulen und Kitas

Betroffene Schulen und Kitas sollten das Gesundheitsamt besser erreichen können und mit klaren Vorgaben unterstützt werden, fordert Bürgermeister Christoph Böck. „Es kann nicht sein, dass die Verantwortung auf die Schulleitung verlagert wird, ob eine Klasse zu Hause bleiben soll oder nicht. Hier braucht es klare Regeln durch das Gesundheitsamt im Landratsamt“, wünscht sich der Unterschleißheimer Rathauschef.

Damit äußern führende Sozialdemokraten Zweifel daran, dass die Abläufe bei Infektionen in Schulen und Kitas wirklich so klar sind wie behauptet. „In der Theorie mag das so sein“, so Schardt. Aber es häuften sich Berichte, dass Kindergarten- und Schulleitungen sowie die betroffenen Eltern auf klare Anweisungen warten mussten, teilweise über eine Woche.

„Wenn es nach sechs Monaten Vorbereitung und Inzidenzwerten weit unter dem kritischen Wert schon solche Schwierigkeiten bei vermeintlichen Standardprozessen gibt, dann muss dringend etwas verändert werden“, sagt Schardt, „dazu machen wir Vorschläge. Die Verantwortung liegt jetzt beim Landrat.“  mm

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