Antrag der Grünen 

Stadt soll ermitteln,welcher Wohnraum fehlt

Die Grünen in Unterschleißheim wollen wissen, welche Bevölkerungsgruppen welchen Wohnraum brauchen.

Unterschleißheim– Die Stadt wächst, zusätzlicher Wohnraum wird dringend benötigt. Um die Situation langfristig in den Griff zu bekommen, hat die Grünen-Fraktion in Unterschleißheim einen Antrag auf die „Erstellung eines Konzepts zur Bestimmung des Wohnraumbedarfs nach Bevölkerungsgruppen“ gestellt. Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag bei drei Gegenstimmen zu. Die Idee der Grünen: Der Wohnraum einzelner Gruppen soll genauer festgelegt werden, unter Beachtung von Alters- und Einkommensangaben.

Martin Reichart (FB) sieht das Vorhaben der Grünen kritisch. „Ich habe Bauchschmerzen bei diesem Antrag, bei aller Achtung vor dem guten Gedanken.“ Man müsse weder weitere Studien anfordern noch Gutachter beschäftigen. „Wir wissen alle, wir brauchen in Unterschleißheim 2500 bis 3000 Wohnungen. Jede Wohnung, die erstellt wird, lindert das Problem.“ Maßnahmen, die Grundstücke verteuerten, zum Beispiel die SoBoN (soziale Bodennutzung), müssten abgewandt werden.

Grünen-Fraktionssprecher Jürgen Radtke verteidigte seinen Antrag: Es gehe nicht darum, eine weitere Studie in Auftrag zu geben. Die Stadt habe genaue Zahlen, wie viele Sozialhilfeempfänger, Pflegekräfte oder Erzieher in Unterschleißheim wohnen. Diese Zahlen könnten dann mit dem Angebot günstiger Wohnungen und potenzieller Bauplätze abgeglichen werden.

Eine Möglichkeit für neuen Wohnraum könnten sogenannte Stelzenhäuser sein. Das sind Häuser, die über öffentlichen Parkplätzen gebaut werden. Als Beispiele potenzieller Standorte nannten die Grünen den S-Bahn-Parkplatz und den Parkplatz am Ballhausforum.

Deutlich zu kurz kommen der Unterschleißheimer Stadträtin Katharina Bednarek (SPD) die Betreuungseinrichtungen. „Schon heute haben wir Wartelisten von zwei Jahren für Betreutes Wohnen“, sagte sie und fordert, bei der Erstellung des Konzeptes auch an Senioren zu denken.    ses

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