+
Schon verwirklicht: Der Patienten-Lifter stand im ersten Bürgerhaushalt 2015 ganz oben auf der Liste. Er ist im Hallenbad inzwischen für 10 000 Eu ro eingebaut worden. Schwimmmeister Alexander Myzin bedient das Gerät bei Bedarf. 

Stadträte geben 100 000 Euro für Bürgerideen aus

Stadträte erfüllen 20 Wünsche

  • schließen

633 Bürger haben sich am dritten Unterschleißheimer Bürgerhaushalt beteiligt. Die Stadträte arbeiten die Vorschläge ab und erfüllen 20 Wünsche für 100 000 Euro.

Unterschleißheim – Aus 107 eingegangenen Vorschlägen haben die Bürger die beliebtesten Ideen ausgewählt. 100 000 Euro werden für die 20 Vorschläge investiert, die auf einer Online-Plattform am meisten Befürwortung fanden. Ganz oben rangiert auf Platz 1 die „bienenfreundliche Bepflanzung“. Nutzerin „eLISAbeth“ wünscht sich, dass statt „langweiliger Büsche“ ein „Lebensraum für Insekten“ an den Straßen entsteht, was dem Schutz von Vogel- und Reptilienarten dienen würde. „motzepeter“ kommentiert „Super Idee!“ und auch viele andere Bürger haben sich für diese Maßnahme ausgesprochen. Die Stadtverwaltung sichert zu, dass sie umgesetzt wird, wo der Bebauungsplan dies erlaubt. Mehrkosten entstehen nicht.

Viel Geld lässt sich die Stadt ein neues Toilettenhäusl am Unterschleißheimer See kosten. „Gerade im hinteren Grillbereich ist gar keine Toilette vorhanden“, moniert „Leochriss“ und die bestehenden Anlagen seien „widerlich“. Zuständig für den Unterhalt ist zwar das Landratsamt. Die Stadtverwaltung will die Anregung aber weitergeben und – falls nötig – 10 000 Euro aus dem Bürgerhaushalt bereitstellen.

Drei große Bäume werden für 25 000 Euro auf den beiden Spielplätzen im Valentinspark gepflanzt. Hier gibt es bisher keinerlei Sonnenschutzvorrichtungen.

Auf Platz elf des Votings landete der Wunsch nach Outdoor-Sportgeräten im Valentinspark. „Die Bauers“ plädierten dafür, „der alternden Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, sich an der frischen Luft zu betätigen“. 160 000 Euro würde das kosten und damit den Etat sprengen. Zunächst soll die Idee im kleinen Maßstab für 30 000 Euro umgesetzt werden.

Die „riesigen Verspätungen“ der Buslinie 219 kann die Stadt nur an das Landratsamt und an den MVV weitergeben. Doch vieles andere kann sie selbst umsetzen: Ungenutzte Fahrräder werden entfernt, eine öffentliche Fahrradpumpe installiert und für 20 000 Euro eine Bank bei den Baumbestattungen am Waldfriedhof aufgestellt. „Tiere bitte nicht füttern“ wird bald auf Warnschildern im Valentinspark stehen, und im Rathaus wird ein Kleinanzeigen-Brett aufgehängt.

Ursprünglich waren 107 Vorschläge von Unterschleißheimern eingegangen. 633 Bürger haben sich beteiligt, indem sie die Ideen online kommentiert und bewertet haben. „Das ist eine stattliche Anzahl“, sagt Pressesprecher Thomas Stockerl zufrieden. „Wir stellen fest, dass sich der Bürgerhaushalt etabliert. Wir haben aber auch viel Werbung gemacht.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Jungen würden MVG-Bikes nutzen
In einem Pilotprojekt plant der Landkreis die Einführung eines Mietradsystems. 29 Gemeinden hat der Kreis. Dort sollen die Leihräder der MVG zu einer Erweiterung des …
Die Jungen würden MVG-Bikes nutzen
Garching baut Grundschule großzügig
Für die große Variante hat sich Garching entschieden: Die neue Nord-Grundschule bekommt fünf Züge für 20 Klassen. Die werden auch benötigt.
Garching baut Grundschule großzügig
Zahlmeister vom Isarhochufer
Jetzt ist es offiziell. Die Gemeinden Grünwald und Unterhaching haben bei einem Pressetermin bestätigt, dass das Kalina-Stromkraftwerk in Unterhaching dauerhaft …
Zahlmeister vom Isarhochufer
Keine Almhütte als Feststadl
Fast hätte es endlich geklappt mit dem lang ersehnten Feststadl- Ausgerechnet die SPD, die ihn lange ablehnte, machte einen Vorschlag - und scheiterte.
Keine Almhütte als Feststadl

Kommentare