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In bester Lage,  an der Kreuzung Buchen- und Bezirksstraße, steht die Tankstelle, über deren Zukunft diskutiert wird.

Tankstelle an der Bezirksstraße muss schließen

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Unterschleißheim - An der Bezirksstraße in Unterschleißheim, in aller bester Lage also, wird ein Grundstück frei: Die „Esso“-Tankstelle an der Ecke zur Buchenstraße verschwindet. Was danach kommt, was mit dem Grundstück passiert, ist offen.

 Das Areal gehört der Stadt Unterschleißheim. Seit Mitte der 1980er-Jahre war die Tankstelle fester Bestandteil der Bezirksstraße. In ein paar Monaten ist Schluss. Dann nämlich läuft der Mietvertrag aus. „Im nächsten Sommer müssen wir raus sein“, sagt Garbiele Radke, Pressesprecherin der „Retail Operating Company“ (Roc), einer „Esso“-Tochtergesellschaft. Der Vermieter habe keine Interesse an einer weiteren Vermietung.

 Vermieter – das ist die Stadt Unterschleißheim, der auch das Grundstück gehört. Und die sei auf der Suche nach Alternativen, sagt Thomas Stockerl, Pressesprecher der Stadt. Es sei aber Sache des Stadtrats, diese „grundsätzliche Frage der städtebaulichen Entwicklung“ zu klären. Der Stadtrat hält die Planungshoheit über das Grundstück und entscheidet somit, was dort gebaut werden soll. „Bis nächsten Sommer ist ja noch ein bisschen Zeit“, sagt Stockerl.

 Klaus Bujok, der selbst an der Bezirksstraße wohnt, erzählt von einem Gerücht, wonach ein Parkhaus geplant sei, um die Parksituation an der Einkaufsstraße zu entspannen. Kunden seien häufig ewig auf der Suche nach freien Parklücken. 

Von der Idee eines Parkhauses hält Anne-Monika Schön gar nichts. Sie betreibt ein Juwelier-Geschäft an der Bezirksstraße, und ist Sprecherin der „Werbegemeinschaft Bezirksstraße“. „Ein Parkhaus wollen wir definitiv nicht. Das brauchen wir hier einfach nicht.“ Die Stadt, so sagt Schön, habe bereits das Gespräch mit Ladenbesitzern gesucht, um auszuloten, was diese sich auf dem Areal vorstellen könnte. Dabei sei auch das Parkhaus zur Sprache gekommen, jedoch auf Widerstand gestoßen. An Alternativ-Ideen mangelt es offensichtlich nicht: „Geschäfte, ein Ärztehaus oder Gastronomie“, zählt Schön auf. „Hauptsache irgendetwas Attraktives – meinetwegen mit Parkmöglichkeiten auf dem Dach.“ 

Worauf sich die Stadt auch festlegen wird, erst einmal muss die Tankstelle samt Bistro verschwinden. Neben dem Abbau der Verkaufsräume müssen auch die Tanksäulen abmontiert und die Kraftstofftanks aus dem Boden gehoben werden. Dazu müssen die Tanks zunächst leer gepumpt und anschließend mit Stickstoff aufgefüllt werden, um Verpuffungen zu vermeiden. Die Kosten für die Sanierung trägt der Konzern. 

Eine Tankstelle in Unterschleißheim betreiben, möchte „Esso“ auch in Zukunft gerne. Daher läuft bereits Suche nach einem neuen Grundstück. Man wolle schließlich nicht, dass die Angestellten vom nächsten Sommer an im Regen stünden, sagt Roc-Pressesprecherin Gabriele Radke: „Interesse besteht auf jeden Fall. Nur so einfach ist es eben nicht, eine Tankstelle zu errichten. Das ist ein Riesenaufwand – da muss alles passen.“

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