Wann genau ein Corona-Impfstoff verfügbar sein wird, ist noch unklar.
+
Wann genau ein Corona-Impfstoff verfügbar sein wird, ist noch unklar. (Symbolbild)

Impfzentren im Landkreis sind startklar

Über 1000 Personen am Tag können geimpft werden

Die Organisation der Impfzentren im Landkreis wird konkreter. Die Vorbereitungen laufen bereits seit einigen Wochen auf Hochtouren. Jetzt steht auch fest, wer die Zentren betreiben wird.

Landkreis – In Unterschleißheim errichtet die Stadt ein Impfzentrum in Containerbauweise am Volksfestplatz, welches vom Landkreis angemietet wird. Der Betrieb wurde an das Deutsche Rote Kreuz vergeben, wie das Landratsamt mitteilt. Das Impfzentrum in Oberhaching wird die Johanniter-Unfall-Hilfe übernehmen. Im Vollbetrieb ist mit einer voraussichtlichen Impfkapazität von mindestens 350 Personen pro Tag pro stationärem Impfzentrum zu rechnen. Bei Bedarf und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs könne die Menge auch noch erhöht werden.

Hausbesuche mit mobilen Impfteams

Gerade die älteren und kranken Bürger benötigen die Impfung am dringendsten. Viele von ihnen sind jedoch nicht mobil, sodass eine Impfung in den eigenen vier Wänden oder in einer Pflegeeinrichtung notwendig ist. Um diese Personengruppe bestmöglich zu versorgen, werden an jedem Impfzentrum auch mobile Impfteams im Einsatz sein. Je Zentrum stehen bis zu drei Teams à drei Personen bereit, um den Impfstoff auch mobil zu verabreichen.

Die Impfzentren in Haar und in Unterschleißheim sind ab 15. Dezember einsatzbereit, der Standort Oberhaching geht voraussichtlich etwas später ans Netz. Wann mit den Impfungen aber tatsächlich begonnen werden kann, hängt von der Zulassung und Verfügbarkeit des Impfstoffes ab. Ziel ist, so viele Menschen wie möglich zu impfen. Da der Impfstoff in der Anfangsphase jedoch nur eingeschränkt verfügbar sein wird, wird es eine bundesweite Festlegung geben, welche Personengruppen nacheinander zu impfen sind. Dem Vernehmen nach sollen zunächst besonders vulnerable Personengruppen und medizinisches Personal immunisiert werden. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen.

Kosten und Termine

Die Impfung ist für alle Bürger unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Fest steht: Niemand kann ohne Termin ins Impfzentrum kommen. Für das Terminmanagement wird den Impfzentren eine bundesweit zum Einsatz kommende Software zur Verfügung gestellt, über die sowohl die Vergabe der Termine für die Erst- als auch für die Nachimpfungen verwaltet werden kann. Darüber hinaus werden hier Informationen über den verabreichten Impfstoff, die Impfindikation und die Art der Impfung (Erst- oder Folgeimpfung) dokumentiert.

„Ich bin froh, dass wir gleich in der Anfangszeit mit drei Impfzentren und zusätzlichen mobilen Einheiten starten können. Dank der Kooperationsbereitschaft der Kommunen, der Flexibilität der Wohlfahrtsverbände und durch den Einsatz der Landkreisverwaltung, die von Konzeption über Ausschreibung und Einrichtung der Zentren, den Aufbau in kürzester Zeit aufs Gleis gebracht hat, sind wir gut vorbereitet und einsatzbereit, sobald der Impfstoff ausgeliefert wird“, so Landrat Christoph Göbel.

mm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare