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Stadt ergreift Maßnahmen

Wegen der vielen Wild-Parker: Fast 900 neue Rad-Abstellplätze an den Bahnhöfen 

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Radfahrer schrecken in Unterschleißheim offenbar nicht davor zurück, ihre Räder dort abzustellen, wo sie es nicht sollten. Fast 900 neue Abstellplätze sollen dem ein Ende bereiten.

Unterschleißheim – In und um den Unterschleißheimer Bahnhof sind Abstellplätze für Fahrräder bisher rar. Besonders in den warmen Monaten waren die Abstellplätze bisher dem Ansturm der radelnden Unterschleißheimer nicht gewachsen. Die 66 offiziellen Abstellplätze auf der Westseite der Gleise reichten bei Weitem nicht. Viele schlossen ihre Drahtesel an die Zäune der Anwohner in der Berglstraße, wenn es auf dem Weg zur S-Bahn schnell gehen musste. Das soll sich ändern. An den beiden Bahnhöfen wird es insgesamt 876 neue Abstellplätze geben.

Die Stadt baut allein an der Berglstraße 176 Fahrradständer in zweigeschossigen Anlangen und auf der Ost-Seite an der St.-Benedikt-Straße weitere 210 Abstellplätze. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Eine Fördermittelzusage liegt vor, sagte Bürgermeister Christoph Böck (SPD) im Ferienausschuss, „ich hoffe, dass wir eine Baufirma finden.“

Doch bevor die Maßnahmen ausgeschrieben werden, hat die Stadt auf Bitten der Anwohner zu einem Ortstermin eingeladen. 23 Anwohner und Eigentümer der Berglstraße kamen, um über die Abstellanlagen und die Altglasiglus zu sprechen.

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Gemeinsam wurde festgelegt, dass ein 50 Zentimeter breiter Grünstreifen entlang der südlichen Grundstücksgrenze gezogen wird. Der Durchfahrtsweg wird daher etwas schmaler und von 4,60 Meter auf vier Meter reduziert. Die vorgesehene Begrünung soll verhindern, dass Fahrräder an die Zäune gekettet werden.

Die Altglasiglus an der Berglstraße wird die Stadt durch moderne, gedämmte Container ersetzen. Zudem wird das Bauamt prüfen, ob an den Parkplätzen neben den Fahrradabstellanlagen eine Kurzparkzone eingerichtet werden kann. „Die könnte man nutzen, um jemanden von der S-Bahn abzuholen oder auch um Glas zu entsorgen“, stellte Böck fest.

Damit die Radl-Stellplätze nicht wieder zu schnell belegt sind, regte Thomas Breitenstein (SPD) an, Modelle mit größtmöglicher Kapazität zu wählen, „die Technik schreitet voran, wir sollten das Maximum ausschöpfen.“ Zweistöckige Analgen seien an dieser Stelle das Maximum, sagte Böck, weil man die Abstandsflächen einhalten müsse. Um einem Verhau vorzubeugen, kündigte Böck an, dass wild abgestellte Räder nach rechtzeitigem Hinweis künftig von der Stadt beseitigt werden.

Am Lohhofer Bahnhof könne man beobachten, so Böck, wie weit die Räder in die Rampenbauwerke abgestellt und am Geländer festgekettet würden. „Das wird nur noch so lange geduldet, bis genügend Abstellplätze errichtet sind“, kündigte er an.

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