Ein Stand auf einer der Winterinseln in Unterschleißheim
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Aus der Zauber: Die Stadt sagt die Winterinseln an den kommenden Wochenenden ab. (Archivfoto)

Zwei Termine waren noch geplant

Aus für Winterinseln: Stadt sagt Christkindlmarkt-Ersatz ab

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Vier Wochenenden sollten es werden, letztlich waren es nur zwei: Die Stadt Unterschleißheim hat die geplanten Winterinseln abgesagt.

Unterschleißheim – Die Standbetreiber bauen in Unterschleißheim ihre Buden wieder ab. Die Stadt hat die Winterinseln für die nächsten beiden Adventswochenenden abgesagt. Weil für Bayern der Katastrophenfall gilt, ist eine Weiterführung nicht mehr möglich. „Vier Wochenenden waren geplant, zwei sind es geworden“, sagt Thomas Stockerl, der Referent des Bürgermeisters, „das ist besser als nichts.“

Die Besucher konnten vom Rathausplatz, zum Valentinspark und in den Lohwald bummeln und sich an den Ständen Süßes und Herzhaftes auf die Hand oder ein Getränk „to go“ mitnehmen. Am Nikolauswochenende fand außerdem ein kleiner Warenmarkt auf dem Rathausplatz statt. Die Leute hätten sich „im Großen und Ganzen an die Regeln gehalten“, sagt Stockerl. Die Stadt hatte vier bis fünf Security-Leute für jede der drei Inseln engagiert, um Einbahnregelungen und Hygieneabstand durchzusetzen und Ansammlungen aufzulösen. Das Konzept hatte das Landratsamt abgesegnet. „Hin und wieder haben sich Leute in weiterer Entfernung zusammengestellt, die mussten die Sicherheitsleute dann darauf aufmerksam machen, dass das nicht erlaubt ist“, so Stockerl. Nach der Kabinettssitzung am Sonntag sei aber klar gewesen, dass die nächsten Wochenenden abgesagt werden müssen, „da lässt sich nicht dran rütteln“.

Waren die Winterinseln für die Besucher eine hübsche Abwechslung, so waren sie für die Standbetreiber eine rettende Gelegenheit, ein wenig Umsatz zu machen. „Die Betreiber waren dankbar“, erzählt Wolfgang Streidl, Leiter des Ordnungsamts, „auch wenn sie über das vorzeitige Ende nicht glücklich sind.“

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