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Die Bürgerversammlung lockt nicht viele Unterschleißheimer an.

Bürgerversammlung

Unterschleißheim braucht mehr Wohnungen

Unterschleißheim – Wohnraum war das beherrschende Thema auf der Bürgerversammlung in Unterschleißheim. Bezahlbare Wohnungen und das richtige Verhältnis zur gewerblichen Entwicklung der Stadt interessierten die Bürger.

In diesem Zusammenhang sorgen sich die Unterschleißheimer zudem um ihre Mobilität. Allein der von der Vielberth Gruppe geplante Business Campus an der Landshuter Straße soll der Stadt bis zu 4000 neue Jobs eintragen. Bürgermeister Christoph Böck (SPD) verwies auf verlorene Arbeitsplätze durch Airbus und Microsoft in etwa derselben Höhe. Kein Geheimnis freilich ist, dass die „RS Unternehmensgruppe“ unmittelbar an den Business Campus im Süden anschließend einen weiteren, vergleichbar modernen Büropark errichten will. Von zusätzlichen 1500 Jobs darf ausgegangen werden.

Vom gewohnt dürftigen Interesse der Unterschleißheimer an einer Bürgerversammlung ließ Böck sich nicht schrecken, über die wichtigsten Projekte im laufenden Jahr zu berichten. Neben dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe, der Erweiterung der Schulen und der Suche nach Projekten für den Bürgerhaushalt, stand der Business Campus oben auf seiner Liste.

Günstige Gewerbesteuer

Keine Frage, die Stadt lebt vom Gewerbesteueraufkommen. Weit über die Hälfte der insgesamt 73 Millionen Euro Einnahmen zahlen Unterschleißheimer Betriebe in die Kasse. Um weitere Unternehmen in die Stadt zu locken, den Standort attraktiv zu gestalten, fuhr der Stadtrat den Gewerbesteuerhebesatz unlängst auf 330 Punkte herunter.

Angesichts der intensiven Suche nach Gewerbesteuerzahlern stellt sich für Rita Bootz die Frage nach „dem Wohnraumbedarf“. Sie hätte gern gewusst, wo die Stadt plant, die zu erwartenden Neubürger unterzubringen. Birgit Annecke-Patsch fürchtet den Verkehrskollaps. Schon heute seien Straßen und Schiene ausgelastet. „Als wichtiges Kriterium für Gewerbe-Zufriedenheit am Standort gilt aber immer noch eine gute Verkehrsanbindung.“ 

Grundstücke sind knapp

Was Wohnbau betrifft, gestand Böck ein, dass Grund in Unterschleißheim knapp ist. Die Stadt sei derzeit bemüht, potentielle Flächen zu prüfen. Im Sommer eröffnet der Stadtrat die Debatte. Konkrete Ergebnisse lägen noch nicht vor, da zunächst der Flächennutzungsplan aktualisiert werden soll. Auch hier sei das Rathaus am Ball. Den Hinweis auf Pläne der „RS Unternehmensgruppe“, im Büropark Arbeit mit Wohnen zu verknüpfen, beantwortete Böck mit dem Bebauungsplan, der auf dem Gelände nur Gewerbe zulässt. In punkto Verkehr hofft der Bürgermeister auf die zweite Stammstrecke.

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