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Großeinsatz

Bombendrohung an der Rupert-Egenberger-Schule Unterschleißheim: Fahndungsmaßnahmen laufen

Der Großeinsatz der Polizei an der Rupert-Egenberger-Schule in Unterschleißheim ist beendet. Ein Unbekannter hatte am Dienstagmorgen eine Bombendrohung ausgesprochen. 

+++Udpate 13.41+++

Wie der Einsatzleiter, Polizeidirektor Günther Kreit, dem Münchner Merkur mitteilte, waren die Schüler zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Nachdem das Schulgebäude gründlich abgesucht worden war, sei auch die Suche im Außenbereich ergebnislos verlaufen. Besorgte Eltern, die sich im Verlauf des Einsatzes bis etwa 10.20 Uhr nach ihren Kindern erkundigten, wurden vor Ort beruhigt und an das Carl-Orff-Gymnasium am Münchner Ring verwiesen.

Hausmeister Harald Zieglmeier blickt fassungslos auf den Aufmarsch an seiner Schule. Wie es dazu kam, dass der Unbekannte eine Putzfrau ansprach, vermag er sich nicht zu erklären. „Sie ist gleich auf mich zugekommen“, erzählt Zieglmeier: „Ich habe dann den Alarm ausgelöst.“

Gegen 9.40 rückten erste Polizeikräfte aus Lohhof ab. Straßensperren wurden aufgehoben. Die Schule blieb für den ganzen Tag geschlossen. Polizeisprecher Peter Wertmann ist froh, dass der Einsatz derart glimpflich ablief. Alle beteiligten Behörden, Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und die Stadt Unterschleißheim, hätten reibungslos zusammengearbeitet. Ein Zusammenhang mit den nahezu zeitgleichen Polizeieinsätzen an zwei Gymnasien in München-Sendling besteht offenkundig nicht. 

Noch ist unklar, welcher Art der „gefährliche Gegenstand“ war, den der unbekannte Mann in der Schule versteckt haben will. „Das kann eine Bombe oder etwas anderes sein“, sagte Wertmann. Informationen, wonach der Unbekannte aus dem rechten Milieu stammen könnte, bestätigte der Polizeisprecher nicht. Allerdings wies Wertmann darauf hin, dass das Kommissariat 45, mithin der Staatsschutz, die Ermittlungen aufgenommen habe. Eine Beschreibung des Unbekannten liegt vor.

+++Update+++ 12.30+++

So lautet der offizielle Pressebericht der Polizei: 

„Am Dienstag gegen 6.45 Uhr  wurde die Polizei informiert, dass ein bislang Unbekannter einer Angestellten an der Rupert-Egenberger-Schule gegenüber geäußert hätte, dass er dort einen gefährlichen Gegenstand abgelegt habe. Daraufhin wurde sofort ein Einsatz begonnen, um eine mögliche Bedrohung abzuklären. Das Schulgelände wurde gegen 7 Uhr abgesperrt. Schüler befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Einrichtung. Das Gelände wurde abgesucht. Diese Maßnahmen wurden gegen 10 Uhr beendet. Ein gefährlicher Gegenstand wurde nicht gefunden. Die Fahndungsmaßnahmen nach dem Unbekannten laufen. Die eintreffenden Schüler wurden in anderen Gebäuden untergebracht und zum Teil wieder nach Hause geschickt. Ein Teil der Einrichtungen bleibt aufgrund von Entscheidungen der betroffenen Schulleitungen heute geschlossen. An dem Einsatz waren über 80 Polizeibeamte beteiligt.“

+++Update 10.52 +++ Laut Polizei ist der Einsatz inzwischen beendet. Sprengstoff wurde nicht gefunden. 

+++Update 9:40+++ Nach Informationen unserer Reporter vor Ort sind derzeit alle Zufahrtsstraßen zur Schule an der Birkenstraße gesperrt. Spürhunde durchsuchen das Gebäude nach möglichem Sprengstoff. 

+++Update 9.14+++ Gegen 6.45 Uhr, also noch vor Schulbeginn, soll sich laut eines Polizeisprechers ein unbekannter Mann auf dem Schulgelände aufgehalten haben. Gegenüber einer Angestellten soll er eine Bombendrohung ausgesprochen haben. Die Lage ist noch immer unklar. Nach Aussage des Landratsamts München werden die Schulkinder derzeit betreut. 

Unterschleißheim - Welchen Inhalt die Drohung hat, wollte die Pressestelle des Polizeipräsidiums München noch nicht sagen. Derzeit befinden sich mehrere Streifen der Polizei an der Schule, um die Gefahrenlage zu klären. Mehr Informationen folgen in Kürze. 

mm

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