Drei, Tänzerinnen, große Federboas, wenig Stoff.
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Drei, Tänzerinnen, große Federboas, wenig Stoff.
„Ihr seid heiß, nicht Euch ist heiß“: Miss Evi animiert die Zuschauer.
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„Ihr seid heiß, nicht Euch ist heiß“: Miss Evi animiert die Zuschauer.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.
Erotik im Bürgerhaus.
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Erotik im Bürgerhaus.

Burlesque Show

Erotisches Feuerwerk

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Berliner Burlesque-Ensemble bringt Musik, Artistik, Tanz und Sinnlichkeit ins Bürgerhaus Unterschleißheim.

Unterschleißheim – Burlesque. Das setzt im Kopfkino Bilder von voluminösen Federboas und -federn, von Strapsbändern, Highheels, sexy Korsagen und rotem Samt in Gang. Zumindest vereinzelte Federboas und Federn im Haar trugen dann auch einige Damen zur Schau, die über den Unterschleißheimer Rathausplatz Richtung Bürgerhaus stöckelten. Denn dort gaben „Miss Evi“ Evi Niessner und ihr Berliner Erotikensemble „Let’s Burlesque“ zum Besten – eine „furiose Mischung aus Musik, Tanz, Artistik und jeder Art von Sinnlichkeit“, wie die Ankündigung versprach.

Unterschleißheim war bereit, die erotische Bühnenshow mitzufeiern. Das deuteten nicht nur die vereinzelten Federboas im Publikum an – der Auftakt der diesjährigen Let’s Burlesque-Tour fand vor vollem Bürgerhaus statt. Zur Begrüßung klärte Miss Evi, die mit viel Wortwitz und einer erstaunlichen Bandbreite an Stimmvariationen von unschuldig-sexy bis rauchig-dominant die Gastgeberin gab, ihr Publikum zunächst einmal auf: „Burlesque lässt sich in keine Schublade pressen, weil es üppig und wild aus jeder Schublade quillt.“ Dabei gab sich die Berlinerin alle Mühe, den sperrigen Stadtnamen richtig sexy klingen zu lassen. Die Unterschleißheimer ließen sich nach mehreren Aufforderungen („Ihr seid heiß, nicht Euch ist heiß!“) dann auch richtig zum Mitmachen und lautstarken Johlen animieren. Das Eis, sollte es beim ein oder anderen doch als leiser Vorbehalt bestanden haben, war schnell geschmolzen.

Denn es wurde, wie versprochen, heiß: Drei Burlesquetänzerinnen hatten Miss Evi und ihr Mann am Klavier, Mr. Leu, mitgebracht: Honey Lulu, angekündigt als Silvia Burlesquoni, ließ mit südlichem Temperament die Hüllen fallen, Erochica Bamboo verkörperte die sinnliche Geisha und Tara La Luna aus Berlin gab geheimnisvolle, fast kühle Erotik zum Besten, als Smoking und Zylinder fielen.

Die Tänzerinnen wurden von der Band „The Glanz“ an Piano, Kontrabass, Schlagzeug und Saxophon begleitet, ganz im Stile der Goldenen Zwanziger, in denen die Burlesqueshows ihren Anfang genommen haben. Mit dem Saxophonisten „Dr. Sax“ Ben Perkoff und seinem Instrument zelebrierte Miss Evi dann auch ihren ganz eigenen frivolen Höhepunkt, der Meg Ryan in „Harry und Sally“ fast bieder aussehen ließ.

Doch die Show hatte auch ihre leisen, gefühligen Momente. Pianist Mr. Leu, der im ersten Abschnitt noch als wahnwitzig schneller Beatboxer wahre Zungenakrobatik an den Tag gelegt hatte, stimmte im zweiten Abschnitt alleine am Klavier eine berührende Version von „Waltzing Matilda“ an. Gänsehautmomente in bläulich-verrauchter, fast melancholischer Baratmosphäre.

Die meiste Zeit über war „Let’s Burlesue“ aber das versprochene Feuerwerk: Laut und atemlos, sinnlich und lustvoll, freizügig und anzüglich. Eine Feier der Schönheit, der Liebe und der Erotik – „des freien Geistes“, wie Miss Evi angekündigt hatte. Ihren kreischenden Höhepunkt hatte die Show, als der männliche Solo-Act, Robert Choinka, als ölverschmierter Mechaniker in bester Chippendale-Manier die Jeans fallen ließ. Miss Evi und die Band heizten ihm mit dem Stripper-Soundtrack „You can leave your hat on“ ordentlich ein dabei. Kreischalarm im eigentlich bunt gemischten, an dieser Stelle aber unüberhörbar weiblichen, Publikum.

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