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Teil zwei von drei: Beim Richtfest begutachten die Gäste den Rohbau am Gymnasium.

Erweiterung des Carl-Orff-Gymnasiums

"Schule - der beste Ort der Welt"

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Unterschleißheim - 14,6 Millionen Euro kostet der Erweiterungsbau des Carl-Orff-Gymnasiums samt 17 Klassenzimmern. Im Februar 2018 soll alles fertig sein. 

Bürgermeister Christoph Böck (SPD) hat an diesem Mittwoch schon viele schlechte Nachrichten verdauen müssen: Morgens kein Wasser in der Stadt nach einer Panne im Pumpwerk, am Abend davor die Champions League-Pleite des FC Bayern. Das Richtfest des Carl-Orff-Erweiterungsbaus dagegen bescherte ihm gute Laune. Böck hatte Grund genug, die „Schule zum besten Ort auf der Welt zu machen“, wie er zur Halbzeit der Arbeiten an dem Unterschleißheimer Gymnasium versprach.

Denkt Böck ans Carl-Orff-Gymnasium, spricht er gern in Trilogien. Und das freilich nicht, weil sein FC Bayern, dessen Spiele den Bürgermeister zuweilen veranlassen, auf kürzere Ausschusssitzungen zu hoffen, bereits zum dritten Mal in Folge ein Finale in der Fußball-Königsklasse verpasste. Als Trilogie geht Böck nämlich den Erweiterungsbau an. Erster Teil: Spatenstich am 22. Juli vergangenen Jahres. Bei der Festrede lässt er sich von Inhalten der „Feuerzangenbowle“ inspirieren. 

"Glückliche Lehrer machen glückliche Schüler"

Für den zweiten Teil, das Richtfest, greift er auf das „Fliegende Klassenzimmer“ zurück. Wobei ihm besonders gefällt, dass Lehrer Dr. Böck als Hauptdarsteller glänzt. „Der Ernst des Lebens jedenfalls beginnt nicht mit Geldverdienen, hört damit auch nicht auf“, schlussfolgert der Bürgermeister aus Erich Kästners Romanvorlage. „Der Ernst des Lebens beginnt in der Schule.“ Eine Erkenntnis, die ihm jede Anstrengung wert scheint, die Schule für Lehrer wie Schüler „zum besten Ort der Welt zu machen.“ Getreu der Maxime: „Glückliche Lehrer machen glückliche Schüler.“ Der letzte Teil der Trilogie ist im kommenden Frühjahr die Fertigstellung des Anbaus. „Sie können ja schon mal raten, welchen Film ich als Vorgabe nehme“, ruft Böck seinen Gästen im Rohbau des COG-Anbaus zu.

14,6 Millionen Euro kostet der Anbau samt 17 neuen Klassenzimmern. Dazu Fachräume für Musik, Informatik, Technik sowie einen großzügigen Aufenthaltsbereich. Im Gegenzug werden im Altbau fünf Klassenzimmer frei, welche die Verwaltung und Lehrer nutzen können. Die neuen Räume würden dringend benötigt, sagte Schuldirektor Andreas Hautmann. Bisher ging es in dem einen Lehrerzimmer recht kuschlig zu. Der Umzug in den Erweiterungsbau ist für Fasching 2017 geplant. Danach sollen Außenanlagen hergerichtet und Bestandsgebäude umgebaut werden. Die Bauleitung rechnet für Februar 2018 mit der Einweihungsfeier.

Der Landkreis steuert 2,5 Millionen Euro bei

Welche Bedeutung dem Gymnasium für die Region zukommt, hob Oberschleißheims Bürgermeister Christin Kuchlbauer (FW) hervor. Gemeinsam tragen Unterschleißheim und Oberschleißheim mehr als Zweidrittel der Kosten. „Für die Mehrzahl unserer Schüler sind das COG und die Therese Giehse-Realschule die Schulen ihrer Wahl.“

Der Landkreis steuert 2,5 Millionen Euro zum Erweiterungsbaus bei. Vize-Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) legte beim Richtfest ein besonderes Augenmerk auf das Thema Inklusion und damit auf breite Flure oder behindertengerecht ausgebaute Toiletten. Man könne verschiedener Meinung sein in Bezug auf die Finanzierbarkeit, sagte Ganssmüller-Maluche. Die moralische Wirkung des in dem Erweiterungsbau umgesetzten Gedankens der Inklusion auf die Gesellschaft lasse sich aber nicht in barer Münze messen.

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