Ein Radlader der Feuerwehr Unterschleißheim hebt Gitterboxen aus einem Lkw
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Mit ihrem Radlader luden die Kameraden aus Unterschleißheim Gitteboxen voller Ausrüstung aus dem Laster.

Sie lieferten Ausrüstung

Nach Erdbeben: Feuerwehren unterstützen Einsatzkräfte in Kroatien

  • Florian Prommer
    vonFlorian Prommer
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Nach dem Erdbeben in Kroatien haben die bayerischen Feuerwehren die Einsatzkräfte vor Ort mit Ausrüstung unterstützt. Auch eine Delegation aus Unterschleißheim beteiligte sich an der Lieferung.

Unterschleißheim - Kurz vor dem Jahreswechsel hat ein Erbeben weite Teile Kroatiens erschüttert. Dutzende Menschen wurden verletzt oder kamen ums Leben. Nun ereilte die Region um die Hauptstadt Zagreb Unterstützung aus dem Freistaat: Der Bayerische Landesfeuerwehrverband hat eine Hilfsaktion organisiert, um die Einsatzkräfte vor Ort mit Ausrüstung und Geräten zu versorgen. Zusammen mit 300 anderen Wehren hat sich daran auch die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim beteiligt.

Sie transportierten noch vor Abreise nach Kroatien Gitterboxen von Hochbrück zu einer der Sammelstellen nach Nürnberg. Als der bayerische Feuerwehr-Tross in den frühen Morgenstunden vom Treffpunkt in Rosenheim nach Zagreb aufbrach, waren die Unterschleißheimer mit drei Kameraden und einer Kameradin sowie einem Mannschaftstransportwagen, einem Wechsellader inklusive Abrollbehälter-Kran und einem Tieflader dabei, auf dem sie wiederum einen Radlader transportierten. Diesen nutzten sie vor Ort, um das in die Gitterboxen eingelagerte Material (Schutzanzüge, Helme, Atemmasken und Co.) aus den Lastern laden (Foto). Die kroatischen Einsatzkräfte, berichtet die Feuerwehr Unterschleißheim, waren dankbar für das Equipment. Und nicht nur die. Im Internet kursieren Videos von Passanten, die dem 22-fahrzeugstarken Konvoi aus Bayern im Vorbeifahren zu winken und zu klatschen.

„Wir haben in Petrinja eine Stadt erlebt, die Mitten im Leben völlig unerwartet von dem schweren Erdbeben getroffen wurde“, resümiert die Feuerwehr. Aber wir haben auch ein Land kennengelernt, das zehn Tage später sehr optimistisch und koordiniert mit der Situation umgeht.“

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