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Die Feierlust ist zurück – Unterschleißheim holt Stadtjubiläum nach

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Von: Andreas Sachse

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mensche auf bierbänken
Viele Unterschleißheimer freuten sich über das Lampionfest. © Gerald Förtsch

Nach vier Jahren ohne Lohwald-Party pilgerten die Unterschleißheimer wieder zu Tausenden zum Lampionfest, um unter dem Schatten der Bäume Atmospähre, Kulinarisches und Live-Musik zu genießen. 

Unterschleißheim – Endlich wieder Party im Lohwald. Nach vierjähriger Unterbrechung haben der SV Lohhof und die Stadtkapelle zum Lampionfest geladen. Über das Wochenende verteilt vergnügten sich mehrere tausend Unterschleißheimer in dem Lohhofer Freizeitpark.

Als hätten die Leute geradewegs darauf gewartet, dass im Lohwald wieder der Bär tanzt, war schon kurz, nachdem Bürgermeister Christoph Böck (SPD) das Lampionfest am Freitagnachmittag eröffnet hatte, kaum mehr ein freier Platz auf dem Festgelände zu bekommen. Die Veranstalter hatten Bierbänke und Tische für 1500 Leute geordert. Matthias Kock vom SV Lohhof schien nicht sonderlich überrascht. Nach vier Jahren ohne Lohwald-Party hätte das Kulturamt der Stadt, das Forum, wahrscheinlich sogar Eintritt verlangen können – die Leute wären trotzdem in Scharen zum Lampionfest gepilgert.

Unterschleißheim: Musik, Bier und Kulinarik auf dem Lampionfest

Bühne und Bierbänke
Die „Wuiderer Pistols“ machten gute Stimmung. © Gerald Förtsch

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Der Lohwald zählt zu den attraktivsten Örtlichkeiten in der Region. Leute verbringen gern ihre Freizeit unter den schattenspendenden Bäumen. Der Spielplatz ist zumeist gut besucht. Eine Bühne ist schnell aufgebaut, und schon meint man sich in Berlin an der Waldbühne wiederzufinden.

Unmittelbar an den Spielplatz angrenzend hatten der SV Lohhof und die Stadtkapelle Unterschleißheim einen Biergarten mit Bänken und Tischen aufgebaut. Auf der Westseite des Parks stand die Bühne für die Live-Musik. Hölzerne Buden mit allerlei Naschwerk und Getränken schlossen sich in der Art einer Wagenburg im Halbkreis um den Festplatz. Die mit bunten Fahnen und Lampions geschmückten Buden wurden von Schleißheimer Vereinen wie dem Faschingsclub Weiß-Blau, den Fischern, Dirndlschaft Aggaschnoin und Osteoporose Reha-Sport-Gruppe, VdK und Nachbarschaftshilfe bewirtschaftet. Die Veranstaltung ist Teil des Unterschleißheimer Kultursommers.

Unterschleißheim: „Schee, dass Ihr da seits“

Und das Schicksal hat es gut mit den Besuchern gemeint. Zum ersten Mal seit 2015 soll es an einem Lampion-Freitag nicht mehr geregnet haben, erinnerte Matthias Kock. „Schee, dass Ihr da seits“, rief er ins Publikum, das sehnsüchtig den Auftritt der „Wuidara Pistols“ erwartete. Die Alpenrocker haben sich einen Namen durch Gigs unter anderem beim Oktoberfest im Wiesnzelt „Zur Bratwurst“ gemacht. „Der Lohwald darf endlich wieder toben“, jubilierte Kock.

Das Lampionfest diente auch dazu, das 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgefallene 20-jährige Jubiläum der Stadt Unterschleißheim nachzufeiern. „Das holen wir jetzt nach“, stimmte Bürgermeister Böck die Festgäste auf eine dreitägige Sause ein. Jeden Abend Live-Musik, am Sonntag ging es schon um 10 Uhr mit dem Frühschoppen los. „Lasst´s kracha“, spornte Kock das Publikum an. Gebraucht hätte es die Ermunterung nicht. Als hätten sie seit Jahren keinen Spaß gehabt, ließen sich die Leute von der ausgelassenen Stimmung im Lohwald mitreißen, kaum dass die „Wuidara Pistols“ zu ihren Instrumenten griffen.

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