Nach Terror und Amoklauf in Würzburg, Ansbach und München

Mehr Sicherheitspersonal bei „FestIVal“

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Unterschleißheim - Die Stadt schraubt an ihrem Sicherheitskonzept für das Zeltfest im Valentinspark: Uniformierte Sicherheitsleute auf dem Gelände zeigen mehr Präsenz.

Kurzzeitig hatte man sogar in Erwägung gezogen, „FestIVal“ gänzlich abzusagen. Bürgermeister Christoph Böck (SPD) informierte den Stadtrat darüber, sich diesbezüglich mit der für Unterschleißheim zuständigen Polizeiinspektion 48 in Oberschleißheim besprochen zu haben. Die Ordnungshüter hätten ihm dringend geraten, das Fest stattfinden zu lassen. Im Fall einer Absage bestehe die Gefahr, dass die Bevölkerung zusätzlich verunsichert würde.

In Oberschleißheim ist am Wochenende das Straßenfest des KUV Concordia in Lustheim gecancelt worden – aus Pietätsgründen. Die Familie des am Freitag im Olympia Einkaufszentrum ermordeten 20-jährigen Dijamant Z. wohnt in der Straße, wo das Fest hätte stattfinden sollen. Wie Stefan Vohburger von Konkordia dem Münchner Merkur sagte, sei momentan an Feiern nicht zu denken. 

Vor allem am Eingangstor sollen die Kontrollen verstärkt werden

Islamistischer Terror in Würzburg und Ansbach, unbegreifliche Mordtaten in München und Reutlingen – die „aktuellen Ereignisse“ hätten ihn veranlasst, das bereits ausgearbeitete Sicherheitskonzept für „FestIVal“ gemeinsam mit Polizei und dem beauftragten Sicherheitsdienst zu überarbeiten, teilte Böck den Stadträten mit. Aufgabe der Behörden und des Veranstalters sei es, „nach pflichtgemäßem Ermessen die Sicherheit für die Festbesucher und das eingesetzte Personal“ zu gewährleisten. Das Hauptaugenmerk dabei, so Böck, habe man auf die „Personalstärke des Sicherheitsdienstes und dessen Aufgabe“ gerichtet. Vor allem am Eingangsbereich sollen Kontrollen verstärkt werden. Die Security sei angewiesen, Taschen und Rucksäcke zu durchsuchen. Das Festgelände soll in höherer Frequenz „bestreift“ werden. „Dafür brauchen wir natürlich mehr Personal“, sagte Böck. 

Das „FestIVal“ läuft noch bis Freitag, 5. August. Bis dahin gilt es für das Rathaus, die Balance zu halten zwischen dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und der Sorge vor einem übermäßig überwachten Freizeitspaß. Böck sorgt sich diesbezüglich nicht. Der bei vielen Veranstaltungen in Unterschleißheim erprobte Security-Dienst genieße in der Stadt einen guten Ruf als zuverlässiger Partner des Rathauses und der Polizei. Was die verschärften Maßnahmen betrifft, erwartet Christoph Böck keinen Widerspruch seitens der Bevölkerung.

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Rubriklistenbild: © Dieter Michalek

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