Hohe Nachfrage

Neue Urnenwand auf dem Waldfriedhof

Unterschleißheim -  Das Interesse an Urnenwandnischen auf dem Unterschleißheimer Waldfriedhof ist hoch. So hoch, dass der Platz im bestehenden Rondell langsam knapp wird. Ende November könnten die Kapazitäten bereits vollends erschöpft sein.

Um der großen Nachfrage nach dieser Form der Bestattung gerecht zu werden, soll nun eine neue Urnenwand auf dem Waldfriedhof entstehen. Denn eine Erweiterung der bestehenden Urnenwand ist nicht möglich. Einen Grundsatzbeschluss dazu hatte der Hauptausschuss bereits im Oktober 2012 gefasst. Nach Verzögerungen in der Planung geht es jetzt an die Umsetzung. Konkret werden in zwei Bauabschnitten zwei Urnenwände im südöstlichen Teil des Friedhofs entstehen. Die Fläche ist bisher weitgehend ungenutzt. Die zweite Urnenwand wird erst dann gebaut, wenn der Bedarf erkennbar ist, und wenn sich abzeichnet, wie Baumbestattungen in Zukunft von der Bevölkerung angenommen werden. Das Ganze hat aber auch einen finanziellen Hintergrund und entlastet den städtischen Haushalt. Denn die Stadt muss so nur erst einmal für die erste Urnenwand aufkommen, die etwa 451 000 Euro kosten wird. Der zweite Bauabschnitt, der für 2023 geplant ist, schlägt mit etwa 364000 Euro zu Buche.

Der erste Bauabschnitt soll spätestens Mitte des nächsten Jahres fertiggestellt sein. Dabei will man laut Verwaltung auch darauf achten, die Reihen so zu gestalten, dass die unteren erst in einer für die Angehörigen angenehmen Höhe beginnen. Derzeit ist es nämlich so, dass sowohl die untersten als auch die obersten Reihen der Urnenwand zwecks der Erreichbarkeit nicht gut angenommen werden. Außerdem sind die unteren Reihen oft von Grabschmuck der Angehörigen verdeckt. CSU-Stadträtin Brigitte Weinzierl machte den Vorschlag, die Urnenwand mit kleinen Nischen zu versehen. damit Angehörige dort zumindest etwas Kleines, wie eine Kerze oder ein Gesteck, hinstellen können. „Viele Menschen wollen nicht einfach nur vor einer leeren Wand stehen“, sagt sie.

Jürgen Radtke (Grüne) bat darum, auch die Baumbestattungen in den Planungen mit zu berücksichtigen. Wie Bürgermeister Christoph Böck (SPD) bestätigte, ist di Fläche westlich der neuen Urnenwand dafür vorgesehen. Hier können auch noch weitere Bäume für diese Form der Bestattung gepflanzt werden.

pk

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