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Solch ein selbstfahrender Bus könnte bald in Unterschleißheim seine Runden drehen. (Symbolbild)

selbstfahrender Kleinbus

Unterschleißheim wagt den Schritt: Wo lang rollt der Roboterbus?

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Unterschleißheim setzt auf moderne Technik. Die Stadt hat eine Vorstudie für ein mögliches Pilotprojekt im Landkreis in Auftrag gegeben.

Unterschleißheim –  Die Strecke nach Riedmoos, die im ursprünglichen Antrag der CSU zunächst vorgeschlagen wurde, ist aber nicht geeignet. Die Strecke zum Business-Campus mit künftig 4000 Arbeitsplätzen und ins Wohngebiet Am Weiher würde die Rahmenbedingungen aber erfüllen, so das Fazit des Gutachters.

Umwelt- und Verkehrsausschuss will Teststrecke weiter untersuchen

Die Stadt hatte im Vorfeld für ein mögliches Pilotprojekt Teststrecken untersuchen lassen. Das Ergebnis wurde dem Umwelt- und Verkehrsausschuss jetzt vorgestellt. Dass Riedmoos als Ziel für den Roboterbus ausscheidet, hat mehrere Gründe. Zum einen die Einwohnerzahl: 458 Riedmooser stehen 2699 Einwohnern in der Siedlung Am Weiher gegenüber. Zudem ist Riedmoos schon durch einen Bus angebunden, mit dem die Fahrzeit kürzer ist, als sie im Roboterbus wäre. 

Schließlich sprechen technische Gründe gegen die Strecke: „Es gibt schmale Fahrwege, diverse Engstellen und Straßenschäden“, sagte Erik Meder vom Münchner Verkehrsplanungsbüro Gevas. Ein selbstfahrender Shuttle-Bus mit sieben Sitzen und elektrischem Antrieb könnte aber mit 15 Kilometern pro Stunde von der Westseite des Unterschleißheimer S-Bahnhofs durchaus zum Business Campus fahren und die Siedlung Am Weiher anbinden. Die Bewohner Am Weiher haben bisher keine direkte Verbindung zum S-Bahnhof Unterschleißheim.

Technische Schwierigkeiten und die Einwohnerzahl: Das Aus für Riedmoos

Der Ausschuss empfiehlt, den Weg zum Campus und zur Weihersiedlung als Teststrecke weiter zu untersuchen. Auf Basis der Studie könnten das Landratsamt oder die Deutsche Bahn AG das erste Pilotprojekt im Landkreis realisieren. Zunächst werden aber die potenziellen Nutzer befragt: Derzeit werden Haushalte in der Siedlung Am Weiher angeschrieben, zudem ist eine Online-Befragung der Mitarbeiter am Business-Campus geplant. So will man die Nachfrage abschätzen. Auch Fahrzeiten, Batteriebedarf und benötigte Flotte werden analysiert. Einstimmig empfahl der Ausschuss dieses Vorgehen. Für die Anbindung der Weihersiedlung fand der Ausschuss viel Lob – und gab auch eine Anregung mit. Statt die Route über den Münchner Ring und die Hauptstraße zu führen, wird auf Vorschlag von Birte Bode (SPD) jetzt auch geprüft, ob es nicht besser ist, „direkt über die Berglstraße vorzustoßen“.

Aus der Gemeinde: Im dritten Anlauf soll es endlich klappen. Die Stadt Unterschleißheim will 5,25 Millionen Euro investieren und ein neues BRK-Haus mit Büros, Gruppenräumen und Fahrzeughalle am Furtweg errichten.

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