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Neue Pläne für BRK-Neubau

Alles auf Null beim BRK-Neubau

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Im dritten Anlauf soll es endlich klappen: Die Stadt Unterschleißheim will 5,25 Millionen Euro investieren und ein neues BRK-Haus mit Büros, Gruppenräumen und Fahrzeughalle am Furtweg errichten.

Unterschleißheim–  Rot, Hellblau, Weiß und Anthrazit sind die Farben, die sich durch die Entwurfspläne ziehen. „Das Haus soll eine warme Umarmung sein“, so die Idee der Architekten aus dem Münchner Büro „Brückner“. Deren Ideen – ein rotes Kreuz auf der Alu-Fassade, klare Kontraste in Dunkelgrau und Weiß und viel Holz für eine warme Atmosphäre – haben dem Bauausschuss gefallen. Einstimmig fiel die Empfehlung an den Stadtrat, die Entwurfsplanung für 5,25 Millionen Euro zu realisieren. Darin enthalten ist ein Puffer von fünf Prozent, für Unvorhergesehenes.

Neue Architekten - neuer Entwurf

Frühere Entwürfe waren schon 2017 und 2019 im Stadtrat beschlossen worden. Weil das Architektenhonorar aber den Schwellenwert für eine freie Vergabe der Leistung überschritt, musste die Stadt das Projekt europaweit ausschreiben. Im April erhielten Brückner-Architekten aus München den Auftrag. Sie sattelten mit ihrem Entwurf weitgehend auf der Vorplanung und den Grundrissen der Vorgänger auf. Allerdings werden die Spinde nun in der Fahrzeughalle integriert, auch die Duschen und Umkleiden sind unmittelbar neben der Fahrzeughalle. In den beiden Obergeschossen entstehen ein Lagezentrum, Lehrsäle, Gruppenräume, ein Technik- und ein Jugendraum sowie Büros. Die Kosten lagen zunächst bei 6,1 Millionen. Dann wurde angesichts der coronabedingten Konjunkturdelle der Rotstift angesetzt und ein Einsparpotenzial von 785 350 Euro ermittelt, wodurch das Projekt nun im Budget liegt.

Auf die Kosten geschaut

Um Kosten von 785 350 Euro zu sparen, wurde die Küchenlüftung vereinfacht und auch bei der Möblierung gespart. Die Parkettflächen in den Lehrsälen wurden zugunsten von Teppichfliesen verringert, ebenso wurde der Sonnenschutz, der ursprünglich an allen Gebäudeseiten vorgesehen war, reduziert. Die Fenstergrößen in der Fassade wurden im Vergleich zum früheren Entwurf verkleinert. Ziel der Architekten ist es das rote Kreuz, als Zeichen des BRK nach außen sichtbar zu machen. Aus diesem Grund wiederholt sich das Motiv an der Fassade in unterschiedlicher farblicher Intensität. Als Materialität wurde eine hinterlüftete Fassade mit vorgesetzten Alupaneelen gewählt.

Weitere Einsparungen sind möglich, wenn Kunststofffenstern gegenüber den Holz-Alu-Fenstern der Vorzug gegeben würde. Dagegen sprach sich Tino Schlagintweit (Grüne) aus: „Kunststofffenster sind billiger, aber ökologisch nicht sinnvoll, solange das Recycling nicht gewährleistet ist.“ Er bat darum, den Einbau von Holzfenstern zu prüfen, was die Architekten zusicherten. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Bauarbeiten im November beginnen, und das Gebäude im März 2022 dem BRK übergeben werden.  

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