Die Schausteller bauen ihre Fahrgeschäfte und Stände im Valentinspark bereits auf für die „Mini-Wiesn“.
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Die Schausteller bauen ihre Fahrgeschäfte und Stände im Valentinspark bereits auf für die „Mini-Wiesn“.

Vorbereitungen laufen

Ein Hauch von Oktoberfest: „Valentinspark-Wiesn“ startet am 18. September

  • VonAndreas Sachse
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Das Oktoberfest fällt auch heuer auch. In Unterschleißheim feiern sie trotzdem - im kleinen Format. Am 18. September startet die „Valentinspark-Wiesn“.

Unterschleißheim – Die Wiesn findet statt. Niemand muss heuer auf gebrannte Mandeln, Schokofrüchte, Autoscooter, Blasmusik und Schweinshaxen verzichten. Das größte Volksfest der Welt wird allerdings im Valentinspark in Unterschleißheim gefeiert, nicht auf der Münchner Theresienwiese. Ein wenig kleiner ist sie auch, die „Valentinspark-Wiesn“.

Nicht klein, sondern familiär würde Festwirt Kurt Geier vermutlich sagen, der mit der Valentinspark-Wiesn der Pandemie ein Schnippchen schlägt. Gemeinsam mit der Stadt holt der bekannte Münchner Veranstalter „Geier Schaustellerbetriebe“ die Mini-Wiesn nach Unterschleißheim. Gefeiert wird während der traditionellen Wiesn-Zeit von Samstag, 18. September bis Sonntag, 3. Oktober, 11 bis 22 Uhr. Als Zugeständnis an Corona gilt die 3G-Regel für alle Besucher verbindlich: Aufs Festgelände darf nur, wer geimpft, genesen oder frisch negativ getestet ist.

Fahr- und Vergnügungsgeschäfte

Die „Valentinspark Wiesn“ soll mehr sein, als ein Ersatz in den trostlosen Corona-Jahren. Nach nicht abreißenden Hiobsbotschaften sollen die Menschen ausgelassen feiern dürfen, wie in alten Zeiten. Dem Virus ist seit 2020 nicht nur das Oktoberfest zum Opfer gefallen. Bayernweit mussten allerlei Volksfeste g abgesagt werden, das „Lohhofer Volksfest“ bereits zum zweiten Mal. Schon im vergangenen Jahr warb Kurt Geier für eine „Mini-Wiesn“ in Unterschleißheim. Die vielen Absagen vor Augen, hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) seinerzeit bereits vor „Kratzern auf der bayerischen Volksseele“ gewarnt. Städte und Gemeinden exerzierten hernach vor, wie eine „Mini Wiesn“ funktionieren kann: Beim „Sommer in der Stadt“ in München und ähnlichen Events wie „Sommer dahoam“ in Vaterstetten oder Geretsried. In Unterschleißheim erfand man das „Volksfest to go“.

Trotz Schutzmasken und Mindestabstand vergnügten sich Münchner und Auswärtige während des „Sommers in der Stadt“ auf dem dezentral am Königsplatz, in der Au und im Olympiapark organisierten Fest mit Karussell, Süßwarenstandl, Schießbuden und Konzerten. Der sonst für das traditionsreiche Magdalenenfest im Münchner Hirschgarten stehende Geier war froh, sich der drohenden wirtschaftlichen Katastrophe im Olympiapark mit einem Autoscooter entgegenzustellen. Das Volksfest hatte der Schleißheimer Stadtrat schon im Vorjahr lediglich zähneknirschend abgesagt. Rasant zunehmender Neuinfektionen wegen war der Volksfestplatz an ein Corona-Testzentrum vergeben worden. Heuer zieht man eben ein paar Hundert Meter weiter.

Mit der „Valentinspark-Wiesn“ wenden sich die Veranstalter besonders an Familien. Sogenannte Familientage, am Mittwoch, 22. und 29. September, sollen dem Nachwuchs helfen, das schmerzliche Ende der Sommerferien zu verkraften. Geplant ist ein Freizeitpark mit Fahr- und Vergnügungsgeschäften. Der teils überdachte Wirtsgarten erfreut mit Live-Musik. Sonntags ist Ententag mit einem Viertel original Bauernente, hausgemachtem Blaukraut und schmackhaften Knödeln in Soße. Samstags kommt das Kasperl. Toni, der Clown, ist an den Familientagen auf dem Festplatz unterwegs, und endlich ist wieder Gelegenheit, Lederhosen und Dirndl rauszuholen.

Programm-Höhepunkte: Samstag, 18. September: 12 Uhr Anstich; 18 Uhr Stadtkapelle Unterschleißheim; Mittwoch, 22. September: 14 bis 18 Uhr Familientag, Einlösen der Zeitungs-Rabatte; Samstag 25. September und 2. Oktober: 14 Uhr Kasperltheater; Sonntag 26. September: 12 Uhr Jugendkapelle Unterschleißheim. Täglich Live-Musik mit unterschiedlichen Bands.

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