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Auf nach Riedmoos: Der autonom fahrende Elektrobus in Bad Birnbach könnte in Unterschleißheim in einem Pilotprojekt mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden.

Ohne Fahrer

Unterschleißheim will Roboterbus testen

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Es könnte die erste autonom fahrende Buslinie im Landkreis werden. Ein elektrischer Roboterbus soll von der Stadtmitte nach Riedmoos fahren und vielleicht auch Weihersiedlung und Unterschleißheimer See anbinden.

Unterschleißheim – Noch ist das Projekt Zukunftsmusik, aber der erste Schritt zur Umsetzung ist beschlossen.

Die Stadt gibt eine Studie in Auftrag. Sie soll zeigen, ob das Pilotprojekt im Landkreis möglich und sinnvoll ist. Die Studie kostet 55 460 Euro, wovon 50 Prozent der Bund zahlt. Weitere 10 000 Euro könnte das Landratsamt zuschießen, falls der Mobilitätsausschuss am 12. Februar dafür stimmt, das innovative Verkehrsmittel zu fördern.

Träger könnte Bahn oder Landkreis sein

Immerhin finanziert der Landkreis viele Regionalbuslinien. Da könnte die Feldstudie spannend sein: „Ein autonom fahrender Bus könnte im ländlichen Raum zum Einsatz kommen, wo eine reguläre Buslinie betriebswirtschaftlich nicht darstellbar ist“, erklärte Bastian Albrecht von der Stadtverwaltung dem Umwelt- und Verkehrsausschuss. Bürgermeister Christoph Böck (SPD) appellierte: „Wir sollten die Chance nutzen, gemeinsam mit dem Landkreis ein Pilotprojekt umzusetzen. Die Technik ist weiter, als man denkt. Wenn wir es nicht tun, wird es irgendwo anders passieren.“

Viele Herausforderungen auf der Strecke

Ein Münchner Planungsbüro untersucht jetzt, welche Voraussetzungen ein digital gesteuerter Elektrobus benötigt, auf welcher Teststrecke er Stadtmitte und Riedmoos verbinden könnte, und wo Ladestationen sein könnten. Die drei bis vier Kilometer lange Teststrecke nach Riedmoos sei geeignet, sagte Albrecht, „weil die Anbindung sehr lang und topografisch interessant ist, weil Brückenbauwerke, Steigungen und Neigungen überwunden werden müssen.“

Anfangs fährt Begleitperson mit

Falls es zu einem Pilotprojekt kommt, wird zunächst eine Begleitperson mitfahren, bis die Software so viele Daten gesammelt hat, dass die Logorhythmen die Strecke „erlernt“ haben. „Ob der Automat auch auf Staatsstraßen und über Kreuzungen fährt, wird sich zeigen.“ Denn neben technischen Fragen, sind auch rechtliche zu klären, etwa die Zulassung und Versicherung im Straßenverkehr. „Die Entwicklung ist gerade rasant“, sagte Albrecht, „es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein voll autonomes Fahrzeug zugelassen wird.“

CSU hat Projekt angestoßen

Die CSU hatte im Sommer 2018 das Projekt angestoßen, der Gedanke lag nahe, wo doch BMW im Business Campus das autonome Fahren erforscht. Stefan Krimmer (CSU) sagte: „Der erste elektrische Bus im Landkreis fährt in Unterföhring, das erste intelligente Verkehrssystem wird in Kirchheim installiert. Unterschleißheim sollte beim autonomen Fahren vorne dabei sein.“ Stefan Schneiders regte an, die Strecke zum Business Campus und zum Unterschleißheimer See gleich mit zu betrachten, „vielleicht ist eine Kurzstrecke am Ende interessanter.“ Auch er plädierte dafür, dass sich die Stadt bei dieser Entwicklung eine führende Position im Kreis sichern sollte.

Bahn hat Interesse an innovativen Projekten

Falls es zur Umsetzung kommt, wird das Projekt möglicherweise vom Landkreis oder der Deutschen Bahn oder beiden gemeinsam realisiert. „Die Bahn ist auch am selbst fahrenden Bus in Bad Birnbach beteiligt und hat Interesse an innovativen Projekten“, sagte Albrecht.

Martin Reichart ist dagegen

Gegen eine Stimme beschloss der Ausschuss, die Studie in Auftrag zu geben. Dagegen sprach sich Martin Reichart (FB) aus. Er riet dazu, die Erfahrungen andernorts abzuwarten, „bevor wir Feldstudien bei uns machen. Es handelt sich um eine sehr theoretische Geschichte, wofür wir das Geld nicht ausgeben sollten“.

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