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Das Familienzentrum in Unterschleißheim.

Am Familienzentrum

Arbeit ruht, Unmut wächst: Auf diese Baustelle kommt die Baufirma nicht mehr

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Der Vorplatz des Familienzentrums in Unterschleißheim hätte längst fertig sein sollen. Es gibt nur ein Problem: Die beauftragte Baufirma erscheint seit Monaten nicht mehr.

Unterschleißheim – Es gibt viele Gründe, warum sich ein Bauprojekt verzögern kann. In Unterschleißheim ist ein ungewöhnlicher Grund eingetreten. Am Familienzentrum an der Alexander-Pachmann-Straße ruht die Arbeit an den Außenanlagen, weil die Baufirma seit Monaten nicht mehr erscheint.

Parkplätze und Grüngestaltung lassen auf sich warten. Die Nachbarschaftshilfe entschuldigt sich auf ihrer Homepage und mit einem Schild am Bauzaun für die Unannehmlichkeiten. Denn Parken ist nur an öffentlichen Wegen möglich.

Ziel der Baumaßnahme sind mehr Parkplätzen und mehr überdachten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Anhänger und Kinderwagen.

Angefangen und nicht fertig gestellt: Der Vorplatz des Familienzentrums ist seit Monaten eine ruhende Baustelle.

„Was ist denn da los“, fragte jetzt Zweiter Bürgermeister Stefan Krimmer (CSU) in der Sitzung des Stadtrates. Die Bauarbeiten hätten schon zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein sollen. „Die Baufirma hat uns im Stich gelassen“, erklärt Bürgermeister Christoph Böck (SPD). Zum verabredeten Jour Fixe seien die Firmenvertreter nicht erschienen.

„Wir müssen rechtliche Schritte einleiten“, informiert der Referent des Bürgermeisters, Thomas Stockerl, den Stadtrat. Die Firma habe die im Bauvertrag vereinbarten Termine nicht eingehalten. „Wir haben das wiederholt angemahnt.“. Fristen wurden gesetzt und nicht eingehalten. Auf eine zwischenzeitliche Zusage folgten aber keine Taten.

„Das ist alles sehr ungut“

„Das ist alles sehr ungut“, sagt Stockerl – für die Nutzer des Familienzentrums, die seit Monaten nur über einen Nebeneingang im Neubau ins Gebäude kommen, für die Anwohner, weil die Parkplätze in der Alexander-Pachmann-Straße ohnehin knapp sind, und für die Stadt, die endlich die Baumaßnahme am Vorplatz abschließen möchte, die ja eigentlich sehr überschaubar ist.

Die Stadt will daher nicht das Ergebnis des Rechtsstreits abwarten, sondern die Fertigstellung forcieren und sich eine andere Firma suchen, ohne die erste aus Haftung und Gewährleistungspflicht zu entlassen. Das rechtliche Konstrukt, mit dem die Stadt zügig voranschreiten will, nennt sich „Ersatzvornahme“.

„Wir können Gründe geltend machen“, sagt Thomas Stockerl, es sei denn, die Firma stelle die Arbeiten jetzt doch noch kurzfristig fertig.

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