Johannes Honal als Jesus steht vor dem Volk. In Orange: Die Pharisäer. 
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Johannes Honal als Jesus steht vor dem Volk. In Orange: Die Pharisäer. 
Stolz auf ihr Kinder: Ohne die Unterstützung der Eltern wäre das Stück nicht möglich gewesen.
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Stolz auf ihr Kinder: Ohne die Unterstützung der Eltern wäre das Stück nicht möglich gewesen.
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Passionsspiel

Unterschleißheimer Kinder erleben Jesu Leidensgeschichte nach

Ein Tempel und mittendrin Händler, die von Lämmern über Obst bis Souvenirs aus Jerusalem alles verkaufen. „Hinaus mit euch! Wie könnt ihr den Tempel so entweihen?“, schreit eine Stimme über die Bühne.

Unterschleißheim – Es ist Jesus (dargestellt von Johannes Honal), der gerade nach einer langen Reise in Jerusalem angekommen ist und im Tempel Ruhe für ein Gebet sucht. Um ihn herum stehen Pharisäer in orange-roten Gewändern und mit Hüten; im Hintergrund Soldaten mit Schwertern und Rüstung, Händler und die zwölf Jünger.

„Es ist vollbracht“ heißt das Theaterstück von Thomas Riegler, das der Kinder- und Jugendchor des St.-Ulrich-Instrumentalensembles der Neuen Kirche St. Ulrich in Unterschleißheim auf die Bühne brachte. Die Leitung hatte Matthias Berthel (39) inne. In sieben Szenen und mit zwölf Liedern erzählt das Passionsstück die Leidensgeschichte Jesu und brachte in rund einer Stunde den knapp 200 Zuschauern die Ostergeschichte näher.

Kinder lernen Teamarbeit

„Durch die Aufführung nehmen die Kinder sehr viel mit“, sagt Andrea Pittner (39), die als Helferin bei der Aufführung mitwirkte. „Auf der einen Seite lernen sie sehr viel über das Thema, da sie sich über Wochen mit dem Leidensweg und dem Leben Jesu Christi auseinandergesetzt haben.“ Auf der anderen Seite würden die Mädchen und Buben lernen, aufeinander zu hören und im Team zusammenzuarbeiten.

Rund 50 Darsteller spielten bei dem Stück mit. Fast alle sind Kirchenmitglieder, die aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Die jüngsten sind gerade einmal fünf Jahre alt. Amelie Sommer (8) trat als Jünger Thomas auf. Aufgeregt sei sie nur ein kleines bisschen, schließlich hat die Gruppe lange und intensiv geprobt. „Wir haben im Januar mit den Proben angefangen und ungefähr drei Mal in der Woche geübt. An manchen Samstagen sogar sechs Stunden. Aber es hat immer viel Spaß gemacht“, erzählt Jüngerin Amelie.

Ohne Unterstützung der Eltern wär‘s nicht gegangen

Vor allem an diesen langen Tagen wäre das Projekt ohne die Unterstützung der Eltern nicht möglich gewesen, sagt Helferin Maren Freileben (43). Sie haben sich an den Probe-Wochenenden um das Mittagessen gekümmert. „Und auch das Bühnenbild und die Kostüme wurden von den Eltern gestaltet.“

Nach der monatelangen Arbeit, die sowohl die Eltern selbst, als auch die Kinder in das Musical steckten, waren sie besonders stolz, die Pharisäer in den orange-roten Gewändern und die Soldaten mit ihren Schwertern nach den vielen Proben bei ihrem Auftritt auf der Bühne zu sehen. 

Selina Lohr

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