Ein Briefkasten an einer Straße.
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Hier an der Echinger Straße in Unterschleißheim steht der Briefkasten, der offenbar nicht regelmäßig geleert wird. Täglich um 15 Uhr soll geleert werden. Doch am Montag um 19 Uhr war der Kasten wieder mal randvoll.

Postkasten ständig überfüllt

Vollgestopfter Briefkasten: Post reagiert

  • Charlotte Borst
    vonCharlotte Borst
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Ein Briefkasten in Unterschleißheim ist seit Monaten bis oben hin mit Briefen vollgestopft. Mehrere Bürger klagen bereits, dass ihre Post nicht angekommen sei. Nun hat die Post reagiert.

Update, 8. Oktober, 15.57: Die Deutsche Post reagiert auf die Beschwerden und stellt einen größeren Briefkasten an der Echinger Straße, Ecke Haimhauser Straße in Unterschleißheim auf. Das teilt Pressesprecher Dieter Nawrath am Donnerstag mit. Die Post hat den Briefkasten diese Woche kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, „dass viele großformatige, sehr dicke Briefe eingeworfen worden waren. Die füllen den Briefkasten sehr schnell“, sagt Nawrath, „da kann es sein, dass sich der ein oder andere Umschlag verkeilt hat.“ Die Post leistet nun Abhilfe, indem ein größerer Briefkasten montiert wird. Nawrath betont, dass der Kasten zu klein gewesen sei und räumt ein: „Wenn wir das früher gewusst hätten, hätten wir schneller etwas unternommen.“ Der Kasten sei täglich geleert worden. Beim Fahrer liege kein Fehlverhalten vor. Wenn einzelne Briefe nicht angekommen seien, müsse man versuchen, diese Sendungen nachzuverfolgen.

Unterschleißheim Wer einen Umschlag in den Briefkasten an der Echinger Straße, Ecke Haimhauser Straße werfen möchte, merkt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Das gewohnte Plumps-Geräusch, wenn der Brief im Kasten aufschlägt, bleibt aus. Stattdessen lässt sich der Umschlag auf einen Stapel im Innern des Kasten schieben. So voll ist dieser Briefkasten. Wer es darauf anlegt, könnte die oberen Sendungen leicht herausziehen. Daher ist hier auch das Briefgeheimnis nicht gewahrt.

Stadtrat: Absender müssen fürchten, dass ihre Sendungen entsorgt werden

Er selbst habe schon einmal einen Brief eingeworfen, erzählt CSU-Stadtrat Stefan Diehl, „der kam aber nie an“. Auch seine Eltern und Schwiegereltern hätten den Briefkasten genutzt, ohne dass ihre Post die Adressaten erreicht habe. „Das ist kein Zustand“, schimpft Diehl. Die Absender müssten fürchten, dass ihre Sendungen „irgendwo entsorgt werden“. Er habe den Mangel schon vor der Kommunalwahl im März im Bürgerbüro der Stadt gemeldet, „damit dort keine Briefwahlunterlagen verloren gehen. Aber bis heute hat sich die Sache nicht gebessert.“

Das sagt die Deutsche Post

Auf Nachfrage des Münchner Merkur teilt die Pressestelle der Deutschen Post am Dienstag mit, dass der Sachverhalt überprüft worden sei. „Der Briefkasten ist nachweislich zu den vorgesehenen Zeiten geleert worden“, behauptet Postsprecher Dieter Nawrath. Die Qualitätssicherung der Post könne die genauen Leerungszeiten überprüfen. Denn an einer Innenseite der Briefkästen hat die Post Strichcodes angebracht, die die Fahrer, die die Kästen leeren, einscannen. „Wir haben keinerlei Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten feststellen können. Auch Kundenreklamationen liegen uns nicht vor.“ Denkbar sei allerdings, dass ein oder mehrere Kunden „sehr viele Briefe“ eingeworfen hätten, „oder dass sich eine etwas starre Sendung verkeilt hat, sodass diese und weitere Briefe nicht ganz nach unten gefallen sind“, so Nawrath. Er verspricht, dem Ärgernis nachzugehen: „Wir schicken jemanden hin.“  

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