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Schöne Würdigung: Burkhard Stich erhält von Ministerpräsident Horst Seehofer die Auszeichnung.   

Seehofer zeichnet Burkhard Stich aus

Verdienstkreuz für Unterschleißheimer 

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Burkhard Stich (70) aus Unterschleißheim ist von Ministerpräsident Seehofer mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik  ausgezeichnet worden. Aber nicht für seine Tätigkeiten als Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer.

Unterschleißheim –Burkhard Stich ist in Brandenburg geboren, studierte Jura in München und gründete 1981 seine mittelständische Kanzlei in Eching, in der er bis heute Mandanten berät. Sein Ehrenamt begann, als er mit 49 Jahren persönlicher Berater und Steuerberater der Familie Buchheim wurde, eine Tätigkeit, der er in seiner Freizeit nachging. „Ich habe den lieben Buchheim erlebt“, sagt Stich, der mit sehr positiven Gefühlen auf die intensive Zeit zurückblickt.

Stich beriet das Ehepaar Buchheim in allen Fragen der Stiftungsgründung, die schließlich 2001 zur Eröffnung des Museums in Bernried führte. Seit 1997 war er auch beratend für den Verein der Freunde der Buchheim Stiftung tätig und wurde in den Stiftungsrat der Buchheim Stiftung aufgenommen.

Der Kunstsammler, Autor und Filmemacher, der zu dieser Zeit schon gesundheitlich geschwächt war, sei „sensibel und mir gegenüber sehr verträglich“ gewesen, erzählt Stich. Seine Frau Diethild habe „mit großem Fleiß, Willensstärke und starker Physis ihrem Mann gedient“ und ebenso wie der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber entscheidend dazu beigetragen, dass das Museum realisiert werden konnte, betont Stich.

Stich wusste impulsiven Buchheim zu nehmen

Gerne blickt der Unterschleißheimer auf die Gründungszeit zurück, die er als große Bereicherung erlebte: „Ich lernte interessante Persönlichkeiten und Spitzenpolitiker kennen.“ Stich wusste den impulsiven Lothar-Günther Buchheim zu nehmen, dessen Wutausbrüche ebenso legendär sind wie seine extreme Sparsamkeit und Aversion gegen Honorarzahlungen. „Wenn alte Menschen noch einmal Vertrauen fassen, entsteht ein sehr starkes Band“, sagt Stich aus den vielen Erfahrungen mit seinen Mandanten. So sei es auch mit Lothar-Günther Buchheim gewesen. Er sei damals in ein Vakuum geraten: „Ich kam zu den Buchheims, als sie auf der Beraterseite verwaist waren.“ Wer den 1918 geborenen Maler und Autor kennenlernen durfte, könne auch dessen Sparsamkeit verstehen: „Er war schon mit 13 Jahren der Familienernährer.“ Als der Lebensgefährte seiner Mutter in Konkurs gegangen sei, habe Buchheim für die Chemnitzer Zeitung geschrieben und „kaufte mit seinem Geld den Hausrat der Familie aus dem Pfandhaus zurück“.

Engster Berater bis zum Tod

Stich war bis zum Tod von Lothar-Günther Buchheim 2007 und dem Tod von Diethild Buchheim 2014 in allen Verwaltungsbelangen, kaufmännischen Fragen und persönlichen Belangen engster Berater des Ehepaars. Ab 2004 übernahm er die Verwaltungsleitung des Museums, als der Verwaltungsleiter ausschied. Nach Buchheims Tod wurde Stich 2007 in den Vorstand der „Buchheim Stiftung“ berufen und war damit geschäftsführender Vorstand bis zum Tod von Diethild Buchheim. 2013 übernahm er kommissarisch die Leitung des Museums, als beim Wechsel von der Kuratorin zum neuen Direktor eine Vakanz von fast einem Jahr eintrat. 

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