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Überraschungsgast ist der rund 20-köpfige Chor „SoulFood Delight“ aus München, unter der Leitung von Patrick Prestel.

Verein "Lichtblicke" sammelt Spenden und bietet tolles Kulturprogramm

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Unterschleißheim - Erneut ausverkauft und womöglich der nächste Rekord: Mehr als 1000 Gäste kamen zu den jüngsten Benefizkonzerten des Vereins „Lichtblicke“ in Unterschleißheim.

Ob das Ensemble mit Spenden sowie den Eintrittsgeldern in Höhe von 15 000 Euro den Vorjahresrekord mit 20 000 Euro einholen kann, muss sich herausstellen. Denn nachträgliche Überweisungen sind die Regel. Seit 15 Jahren sammelt der Verein „Lichtblicke – Hoffnung für Menschen in Not“ mit Hilfe von Benefizkonzerten für karitative Zwecke. 120 661,25 Euro sind seit 2001 für Projekte in Unterschleißheim und der ganzen Welt zusammengekommen, wie Vorstandsmitglied Benjamin Straßer dem Publikum im Großen Saal des Bürgerhauses sagte. Integraler Bestandteil des Arrangements der Konzerte sind die einstigen Schülerbands „Ruhestö(h)rung“ und „Phondue“. Ein Überraschungsgast rundet das Programm ab. Dieses Mal hatte der Verein „SoulFood Delight“ für die Show gewonnen. Ein gut 20-köpfiger Chor aus München, der modernen A-Capella-Sound in erfrischender Perfektion vorträgt. Songs von Stevie Wonder, James Taylor und Justin Timberlake, mal jazzig interpretiert, ein anderes Mal in Rhythm ’n’ Blues. Im Laufe der Jahre haben die Shows, Arrangement, Präsentation und Bühneneffekte, an Professionalität gewonnen. Die Vereinsmitglieder wissen, dass dem spendenfreudigen Publikum zunächst etwas geboten sein will. So gewann Benjamin Straßer als Showmaster an Leichtigkeit. Sein Auftritt orientiert sich an Vorbildern wie Hape Kerkeling, Joachim Fuchsberger oder Kai Pflaume. Zwischen die musikalischen Darbietungen sind kleine Extras eingestreut. Das Video, das dem Publikum erklärt, wie mit ihren Spenden bislang verfahren wurde, erwies sich als großartige Idee. Man sieht Mitglieder des Vereins in einem Casino fröhlich Jetons auf den Roulettetisch werfen. Dann eine Party. Die letzte Einstellung zeigt „Lichtblicke“ in typischer Durchzechter-Nacht-Pose über Fußboden und Sofa verstreut. Und nun raten Sie mal, wo Ihr Geld geblieben ist. Von insgesamt 20 000 Euro an Spenden profitierten im vergangenen Jahr Flüchtlingshilfe-Organisationen wie „Refugio“ und der Helferkreis vor Ort. Ein weiteres Drittel ging an die Schwester Michaela Prachtl, eine Unterschleißheimerin, die sich mit den Missionarinnen Christi für Kinder in Afrika engagiert. In diesem Jahr gehen die Spenden an „Infa“, die Internationale Familienhilfe mit Sitz in München, an ein Kinderheim in Chile und den von Rathaus-Mitarbeiterin Petra Halbig für einen kleinen Ort in Ghana gegründeten Verein „Friends without Borders“. „Lichtblicke“ ist eine rein Unterschleißheimer Initiative. „Angefangen hat alles 2001 mit einem Traum“, erzählt Benjamin Straßer: „Mit Musik Gutes zu tun.“ Angespornt von Fernsehbildern über das Elend in Afghanistan, formierte sich der Verein um die Schülerbands „Phondue“ und „Ruhestö(h)rung“. Ein erstes Benefizkonzert in der Kirche St. Ulrich in Unterschleißheim besuchten 100 Menschen. Dem Team, das bis heute zusammensteht, war klar: Mit Musik lässt sich Gutes tun! „Wir sind sehr zufrieden“, sagt die „Lichtblicke“-Sprecherin Susanne Straßer über die bisher eingegangenen 15 000 Euro nach den jüngsten beiden Konzerten. „Das zeigt uns, den Leuten hat die Show gefallen.“

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