Ausbau der A92-Anschlussstelle Unterschleißheim

Verlegung der B13: Eching wehrt sich

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Rechtliche Schritte will Eching einleiten, damit die B13 nicht auf ihre Flur verlegt werden. Der Gemeinde passen die Pläne für die A92-Anschlussstelle Unterschleißheim überhaupt nicht.

Eching/Unterschleißheim – Bislang waren es nur einige kritische Worte, nun geht die Gemeinde Eching aktiv gegen den geplanten Umbau der Ausfahrt der A92 in Unterschleißheim vor.

Als im November 2016 ein Vertreter der Autobahndirektion Südbayern die Pläne für den sechsstreifigen Ausbau der A92 vorstellte, hielt sich die Freude darüber im Gemeinderat Eching in Grenzen. Was speziell an den Plänen für die Anschlussstelle Unterschleißheim lag. Diese sehen bis zu 130 Meter lange Aus- und Einfahrtsradien sowie eine Verlegung der B 13 – Länge: rund 400 Meter – nach Osten auf Echinger Flur vor.

„Ein Großteil dieser Verlegung ist aus unserer Sicht auch der komfortablen Anbindung des Unterschleißheimer Gewerbegebiets an die B 13 geschuldet“, schreibt die Echinger CSU-Fraktion in ihrem Antrag, den sie im Gemeinderat einbrachte – und damit auf breiten Konsens im Gremium stieß. Denn durch die geplante Anschlussstelle erhält das Gewerbegebiet Unterschleißheim zwei zusätzliche kreuzungsfreie Anbindungen. CSU-Sprecher Georg Bartl fügte im Rat hinzu: Es gelte nun, „rechtliche Schritte einzuleiten“, um dieses Vorhaben „gewaltig zu reduzieren“.

Zustimmung erhielt Bartl aus den anderen Fraktionen. „Ich find’s dreist“, kommentierte Otmar Dallinger (FW) die Pläne, in denen „Fläche verbritschelt“ werde. SPD-Fraktionschefin Anette Martin konnte den Antrag „ebenfalls nur begrüßen“ und stellte laut die Frage, „ob es überhaupt Verkehrszählungen gibt, die diesen Ausbau rechtfertigen“.

Noch einen Schritt weiter wollte Leon Eckert (Grüne) gehen. Sein Vorschlag: „Sich gegen den sechsspurigen Ausbau positionieren“. Das allerdings war den anderen Räten zu viel. Bürgermeister Sebastian Thaler kündigte an, dass er bereits im Laufe dieser Woche einen Termin bei der Autobahndirektion habe. Dann werde er natürlich vorbringen, „dass diese Maßnahme sehr zu Lasten der Gemeinde Eching“ gehe. Das weitere Vorgehen soll in der Bauausschuss-Sitzung am 7. März besprochen werden.  

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