Seine Notizen macht sich Bastian Pourie künftig woanders: Der 25-jährige Trainer verlässt den SV Lohhof. 
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Seine Notizen macht sich Bastian Pourie künftig woanders: Der 25-jährige Trainer verlässt den SV Lohhof. 

Abschied vom SV Lohhof

Pourie geht enttäuscht: „ Ich hätte es gerne gemacht“

  • vonSilke Andersson
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Nach einem Jahr als Cheftrainer beim Ausbildungsteam verlässt Bastian Pourie den SV Lohhof wieder. Durchaus mit Wehmut, sagt der Volleyballcoach.

Lohhof – Die Lohhofer Volleyballer brauchen einen neuen Trainer für ihren Talentschuppen in der Regionalliga: Bastian Pourie verabschiedet sich nach einem Jahr als Cheftrainer des Ausbildungsteams vom SVL und coacht zukünftig die Regionalligamannschaft von TB München, die nicht nur in der Regionalliga ein direkter Konkurrent der Lohhofer ist. Da beide Mannschaften echte Ausbildungsteams sind, treffen sich die Spielerinnen auch bei diversen Jugendmeisterschaften immer wieder.

Ein vergleichbares Betätigungsfeld für Pourie also, und nachvollziehbar, dass es den 25-Jährigen reizt. Zumal er bei den TB-Mädels 2019 schon mal als Co-Trainer geholfen und einen Deutschen Meistertitel in der U16 gefeiert hat. Und dennoch eine etwas überraschende Entscheidung, denn erst vor etwas mehr als einem Jahr ist Pourie zum SV Lohhof zurückgekehrt, bei dem er jahrelang als Co-Trainer von Claudia Mürle im Drittligateam Erfahrungen gesammelt hat. 2018 ging’s dann für ein Praxisjahr im Rahmen seines Studiums der Gesundheitswissenschaft nach Straubing, wo Pourie als Co-Trainer des Erstligateams weitere Erfahrungen gesammelt hat.

„Aber es war ja kein Zufall, dass ich nach dem Jahr nach Lohhof zurück bin“, betont Pourie. „Ich habe mich nicht unwohl gefühlt“, und neben dem familiären Umfeld hebt er vor allem die gute Zusammenarbeit mit Claudia Mürle hervor. Von ihr habe er extrem viel gelernt, sie hat im vergangenen Jahr die Verantwortung für das SVL-Ausbildungsteam auch komplett an Pourie abgegeben und sich verstärkt um die Nachwuchsarbeit bei den Jüngeren gekümmert.

Doch nachdem sich bereits im April Patrick Sprung als Zweitligacoach verabschiedet hatte oder verabschiedet wurde, hat Mürle gemeinsam mit Elena Kiesling das Lohhofer Zweitligateam übernommen. „Für uns war das die absolute Wunschlösung“, erklärt Christian Mürle, der die Gespräche geführt hat. Beziehungsweise eingestellt hat, als die Wunschlösung konkreter wurde, womit er zunächst gar nicht gerechnet hatte.

Und das wiederum scheint bei Pourie nicht so gut angekommen zu sein: „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass man auch mit mir spricht. Ich hätte es gerne gemacht“, gibt der 25-Jährige unumwunden zu. Zwar sagt Mürle, dass auch Pourie „im engeren Kreis der Kandidaten“ dabei war. Doch die Kombination aus Athletiktrainerin Kiesling, Techniktrainerin Mürle und der großen taktischen Kompetenz beider haben er und seine Vorstandskollegen schnell für so unschlagbar gehalten, dass keine weiteren Gespräche geführt wurden.

Dafür wird jetzt wieder verhandelt – mit potenziellen Pourie-Nachfolgern als Regionalligacoach. Namen will Mürle noch keine nennen, nur, dass sowohl mit internen als auch externen Bewerbern gesprochen werde.

Bastian Pourie kann jedenfalls auf sein eines Jahr als SVL-Regionalligachef trotz vieler Verletzungssorgen und vorzeitigem Corona-Saisonaus recht zufrieden zurückblicken: Drei seiner Spielerinnen haben den Sprung ins Zweitligateam geschafft („Supercool, ein wichtiges Zeichen“) – und das ist ja das eigentliche Ziel des Ausbildungsteams.

Talente entwickeln wird auch beim Turnerbund Pouries Aufgabe bleiben, „eine sehr attraktive Aufgabe und außerdem nur fünf Minuten von mir daheim entfernt“, führt der Trainer einen weiteren Grund an, sich umzuorientieren. „Ich bin mit dem Studium fertig und fange jetzt an zu arbeiten, da ist es ganz gut, dass es etwas weniger Aufwand und Fahrerei ist.“

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